Tempus fugit – carpe diem

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! Tempus fugit – carpe diem !
! Die Zeit vergeht – nutze den Tag !

Horaz

Sie haben eine Homepage oder ein Blog und möchten eine wunderschöne Uhr integrieren, die Sie immer daran erinnert, daß Ihre Zeit abläuft? Unwiderruflich, unwiederbringlich, Tag für Tag um 24 Stunden. Ihnen kann geholfen werden.

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Im Nebel

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Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse

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Im Niemandsland zwischen Leben und Tod

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Wir ordnen’s, es zerfällt.
Wir ordnen’s wieder – und zerfallen selbst.

Rainer Maria Rilke

Den letzten Beitrag hier schrieb ich am 11. Oktober, also vor langen acht Wochen. Das hat seine schlechten Gründe: Tod, Tod, Tod, Tod und noch einmal Tod. Tod meiner Tante (sprich zweiter Mutter), Tod meines Vaters, Tod meiner Mutter, Tod meines Rechtsanwalts und Freundes Reiner, Tod meines Vetters Willi. Damit habe ich fünf Tote in nur einem einzigen Jahr begraben. Rein statistisch gesehen, möchte man meinen, ist das unmöglich. Aber wie Toyota weiß und wie uns das Leben lehrt: Nichts ist unmöglich.

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59. Hochzeitstag meiner Eltern

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59. Hochzeitstag meiner Eltern

Heute wäre/ist der 59. Hochzeitstag meiner Eltern. Und der erste, den sie nicht über, sondern unter der Erde, der erste, den sie nicht unter den Lebenden, sondern im Tode vereint verbringen. Sie haben 1947 geheiratet, als meine Mutter bereits mit mir schwanger war.

Sei deiner Mutter dankbar, daß sie dir zu dem Abenteuer: Leben verholfen hat. Es ist ein Abenteuer mit unausweislich letalem Ausgang. Aber einmal zumindest, glaube ich, sollte es doch jeder mitmachen – obschon ich dir nicht recht sagen könnte, warum.

Alfred Polgar

Ich danke euch für das Leben, das ihr mir geschenkt habt. Ich habe daraus ein wahres Abenteuer gemacht, mit dem ihr am Anfang unserer gemeinsamen Lebensgeschichte oft nur schwer zurecht kamt. Aber irgendwann habt ihr mein Abenteuer und mich dann doch lieben und ich euch achten gelernt.

Als ich 14 Jahre alt war, war mein Vater für mich so dumm, daß ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazu gelernt hatte.

Mark Twain

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Willi, 57, Herzinfarkt

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Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke

Gestern starb nun auch noch mein Vetter Willi mit nur 57 Jahren. Herzinfarkt am Arbeitsplatz. Die Liste meiner Verluste wird länger und länger, der Tod zieht seine Kreise enger und enger… Wann werde ich dran sein?

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Ich liebe dich und ich liebe auch meinen Freund

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Gelegentlich überrascht mich mein Handy mit einer SMS wie dieser: „Ich liebe dich und ich liebe auch meinen Freund. So, jetzt habe ich’s gesagt.“ SMS oder Mails in dieser Preisklasse kriege ich immer wieder. Das freut mich zwar einerseits, denn ich halte mich auch für einen sehr liebenswerten Menschen, andererseits macht es mich aber auch traurig, vor allem dann, wenn ich diese Liebe nicht erwidern kann. Ich möchte einfach nicht, daß jemand wegen und an mir leidet, jede/r hat auch ohne mich schon Probleme genug.

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Wozu sich übers Leben Sorgen machen?

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Wozu sich übers Leben Sorgen machen?
Keiner überlebt’s.

Truman Capote

Wohl wahr. Wahr ist allerdings auch, daß es mir absolut nicht egal ist, wie ich mein Leben lebe, bevor ich’s nicht überlebe. Also: 1. wie, 2. ich, 3. lebe, kurz: Wie ich lebe. Leicht zu merken. Denn es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob ich in einer Kathedrale oder in einer Ruine lebe.

Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

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Hitze im Höschen – Horror im Hirn, Teil 1

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Im letzten Newsletter schrieb ich u.a.:

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Definitiv nein.

Der Tod eines Menschen ist so endgültig wie der eines Hundes.

Eduard Rhein

Gibt es ein Leben nach Blog.de? Definitiv ja:

Was H. zu der Mail bewog:

Hallo Rudi,

hab gerade etwas im aktuellen Newsletter gelesen. Dank auch wieder mal für deine Ausdauer und nimmermüde Kraft der geistigen Ergüsse.

Nur eines trifft mich immer wieder schmerzhaft! Die Bemerkung bzw. das Zitat: es gäbe kein Leben nach dem Tod!

Wie kann man nur allen Ernstes solch eine absolute Meinung vertreten??? Selbst wenn ein Leben nach dem Tod Glaubenssache eines jeden einzelnen Menschen ist, irritiert mich gerade von DIR, einem solch feinsinnigen Menschen, derartige Einstellung (oder ist es von dir nur Provokation?).

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Emmas Glück

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Jördis Triebel und Jürgen Vogel in „Emmas Glück“

Letzte Woche habe ich mir in der Schauburg „Emmas Glück“ angesehen – ein Volltreffer! Nach Brokeback Mountain ist dies der zweitbeste Film, den ich in diesem Jahr gesehen habe. Und das will etwas heißen, denn ich bin ein wahrer Filmfreak und sehe mir während eines Jahres unzählige Filme an. Ohne Kultur (Literatur, Film, Musik, Fotografie) würde ich wie ein Fisch an Land jämmerlich nach Luft japsen.

Worum geht’s also? Um Liebe und Tod. Aber wie diese zwei großen Lebensthemen in Bilder und Dialoge umgesetzt werden, ist ganz einzigartig und unbedingt sehenswert. Vor allem auch das verblüffende und schockierende Ende ist absolut gelungen. An diesem Film stimmt einfach alles!

  • Emmas Glück im Pandora-Filmverleih
  • Kino.de – „Emmas Glück“ eröffnet Festival des deutschen Films in Paris

Filmkritiken

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