Biss des Tages: Deine Familie und du

Familie-Botero-300x364.jpg

Und dann wirkt wohl bei keinem anderen Volk der Erde die Familie und alles, was dazugehört, so armselig und kläglich machend, so genügsam und bescheiden, mit einem Wort so demoralisierend wie das beim Deutschen der Fall ist. Die Rücksicht „auf die Familie“ rechtfertigt jede Feigheit, jedes Zurückbleiben, jede intellektuelle Bastardierung.

Gottfried Benn

! Bitte mehr Biss !

Das Wort zur Stechmücke

Sokrates_326x400.jpg

Ich bin die Stechfliege, die Gott in diese Stadt gesetzt hat, und den ganzen Tag lang und an allen Stellen wecke ich euch auf; überrede euch und mache euch Vorwürfe. Ihr werdet nicht so bald einen anderen finden wie mich, und daher rate ich euch, mich zu schonen. Wenn ihr nach mir schlagt und mich vorschnell tötet, dann werdet ihr für den Rest eures Lebens schlafen, außer wenn Gott in seiner Weisheit euch eine andere Stechmücke schickt. — Sokrates

! Bitte mehr Biss !

Biss des Tages: Noch ein Mensch

BissDesTages-NochEinMensch_400x296.jpg

Noch ein Mensch und noch einer und wieder einer. Und alle sind neu, sind anders, immer glaubt man, dieser da wird der neue und besondere Mensch sein, der weiß, was die anderen nicht wissen, welche ein besseres Leben führen als die anderen. Und immer wieder ist es dasselbe, immer die gleichen Schwächen, immer die gleiche Seichtheit des Denkens.

Leo Tolstoi

BissDesTages-3Bodybuilder_400x227.jpg

! Bitte mehr Biss !

Kinder sind Zukunft – ARD-Themenwoche

Michaela-Kenita_399x262.jpg

Michaela & Kenita

Normalität wird erzeugt durch die primäre Sozialisation des Kindes. In der Praxis ähnelt das „Aufziehen“ eines Kindes eher dem Abbau seiner Persönlichkeit. Dasselbe gilt für seine Weiterentwicklung: der Mensch wird aus sich heraus und von sich fortgeführt.

David Cooper, engl. Psychiater

Unter der Flagge „Kinder sind Zukunft“ läuft derzeit eine ARD-Themenwoche im Fernsehen. Obwohl ich selbst keine Kinder habe, sind für mich Kinder doch ein großes Thema. Ist doch von den Erwachsenen so gut wie nichts, von den Kindern dagegen alles zu erhoffen. Wenn einer in dieser Welt erst mal groß geworden ist (von „erwachsen“ oder gar „reif“ werden kann man da wohl kaum reden), hat er die Zukunft auch schon hinter sich und ist meist bereits den Tod vor dem Tod gestorben. Also bleiben die Kinder. Vielleicht können Sie ja das richten, was die Eltern zugrunde gerichtet haben.

Gnade? Dieses allein ist mir ein wahres Bild der Gnade: Die Kinder. Das heißt, daß es immer wieder Kinder gibt; immer wieder Unverdorbene. In ihnen wird die höhere Möglichkeit, die der Menschheit gegeben ist, immer neu.

Ludwig Hohl

more about kids @ eisbrecher-bibliothek

Rückblick & Ausblick

HerzRose_314x312.jpg

Bitte mehr Blumen während des Lebens,
denn auf den Gräbern sind sie vergebens.
Deutsch

Silvester habe ich ganz unspektakulär verbracht: allein. Mir ist schon lange nicht mehr nach Feiern zumute, hat doch der Tod in nur einem einzigen Jahr gleich fünf liebe Menschen aus meinem Leben in den Abgrund der Gräber gerissen und in mein Herz viele tiefe, unheilbare Wunden geschlagen, die jämmerlich bluten. Seither lebe ich Im Niemandsland zwischen Leben und Tod und versuche Im Nebel einigermaßen die Orientierung zu behalten, um nicht auch taumelnd und torkelnd in den Abgrund des Todes zu stürzen. Aufrecht gehen kann ich schon lange nicht mehr, aber auch auf den Knien rutschend und auf dem Bauch robbend kommt man schließlich voran…

„Rückblick & Ausblick“ weiterlesen