59. Hochzeitstag meiner Eltern

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59. Hochzeitstag meiner Eltern

Heute wäre/ist der 59. Hochzeitstag meiner Eltern. Und der erste, den sie nicht über, sondern unter der Erde, der erste, den sie nicht unter den Lebenden, sondern im Tode vereint verbringen. Sie haben 1947 geheiratet, als meine Mutter bereits mit mir schwanger war.

Sei deiner Mutter dankbar, daß sie dir zu dem Abenteuer: Leben verholfen hat. Es ist ein Abenteuer mit unausweislich letalem Ausgang. Aber einmal zumindest, glaube ich, sollte es doch jeder mitmachen – obschon ich dir nicht recht sagen könnte, warum.

Alfred Polgar

Ich danke euch für das Leben, das ihr mir geschenkt habt. Ich habe daraus ein wahres Abenteuer gemacht, mit dem ihr am Anfang unserer gemeinsamen Lebensgeschichte oft nur schwer zurecht kamt. Aber irgendwann habt ihr mein Abenteuer und mich dann doch lieben und ich euch achten gelernt.

Als ich 14 Jahre alt war, war mein Vater für mich so dumm, daß ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wieviel der alte Mann in sieben Jahren dazu gelernt hatte.

Mark Twain

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Willi, 57, Herzinfarkt

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Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke

Gestern starb nun auch noch mein Vetter Willi mit nur 57 Jahren. Herzinfarkt am Arbeitsplatz. Die Liste meiner Verluste wird länger und länger, der Tod zieht seine Kreise enger und enger… Wann werde ich dran sein?

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Personal Information Manager (PIM)

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PIM – Alles eine Frage von Organisation & Timing

Viele Leute glauben, ich hätte eine kleine Firma mit mehreren Angestellten. Wenn Sie dann erfahren, daß ich alles alleine mache, also im wahrsten Sinn des Wortes ein Ein-Mann-„Unternehmen“ (klingt größer als es ist) bin, können Sie das zuerst kaum glauben. All meine vielfältigen Aktivitäten und Projekte zu pflegen und voranzutreiben ist natürlich ohne digitale Hilfe absolut unmöglich. Was „Mother’s Little Helper“ für gefrustete Eheweibchen sind, sind PIM für mich: starke und absolut unentbehrliche Helfer, um die Fülle von Informationen zu organisieren und zu verwalten, die das Eisbrecher.Net(zwerk) stetig wachsen und gedeihen lassen, also quasi unter „Strom“ setzen, sonst wäre es hier nämlich zappenduster. PIM sind also für mich so etwas wie Kraftwerke, die mich und meine Projekte unablässig mit (Informations-) Energie versorgen.

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Ich liebe dich und ich liebe auch meinen Freund

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Gelegentlich überrascht mich mein Handy mit einer SMS wie dieser: „Ich liebe dich und ich liebe auch meinen Freund. So, jetzt habe ich’s gesagt.“ SMS oder Mails in dieser Preisklasse kriege ich immer wieder. Das freut mich zwar einerseits, denn ich halte mich auch für einen sehr liebenswerten Menschen, andererseits macht es mich aber auch traurig, vor allem dann, wenn ich diese Liebe nicht erwidern kann. Ich möchte einfach nicht, daß jemand wegen und an mir leidet, jede/r hat auch ohne mich schon Probleme genug.

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Die Lehre ist diese: Keep away from small people

Die Lehre ist diese:
aufbauen in der Kunst und aufbauen im Leben.
Cesare Pavese

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Alle Künste tragen bei
zur größten aller Künste, der Lebenskunst.
Bertolt Brecht

Sie wollen sich weiterentwickeln, wollen wachsen und gedeihen? So keep away from small people.

Keep away from people who try to belittle your ambitions.
Small people always do that, but the really great
make you feel that you, too, can become great.
Mark Twain

Wie wollen Sie auch wachsen, wenn Sie sich nach unten drücken und nicht nach oben heben lassen, wenn Sie sich immer nur entmutigen und nicht ermutigen lassen? Orientieren Sie sich nicht nach unten, bücken Sie sich nicht zu den Zwergen. Orientieren Sie sich nach oben, recken und strecken Sie sich nach den Riesen.

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Wende dich an Gott, an Christus, etc. etc.

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Man kann auch zum Kopf einer Sardine beten,
wenn man fest daran glaubt.
Japanisch

Immer wenn ich mich zu Glaube, Religion, Dummheit und anderen mystisch-mysteriösen Irrungen und Wirrungen des menschlichen Geistes äußere, spaltet das die Geister. So auch diesmal, als ich vor ein paar Tagen „Der Papst ist tot – Es lebe der Papst!“ postete.

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Frankfurter Buchmesse 2006

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Heute wird die Frankfurter Buchmesse 2006 offiziell eröffnet. Anlaß für mich, hier an den enormen (Entwicklungs-) Wert des Buches zu erinnern. Ohne Bücher und Frauen wäre ich nicht das, was ich heute bin. Bücher und Frauen gehören zu jenen Kräften, die mein Leben am stärksten und nachhaltigsten beeinflußt und geformt haben.

Je mehr ich las, um so enger wurden meine Beziehungen zur Welt, um so leuchtender und bedeutsamer wurde für mich das Leben. Jedes Buch war wie eine kleine Sprosse, über die ich vom Tier zum Menschen aufstieg.

Liebt das Buch, es erleichtert euch das Leben: es hilft als guter Freund, euch in dem bunten und stürmischen Wirrsal der Gedanken, Gefühle Geschehnisse zurechtzufinden; es lehrt euch, den Menschen und euch selbst zu achten; es beschwingt Geist und Herz durch Liebe zur Welt und zum Menschen.

Maxim Gorki

Doch während die Buchmesse am Montag, den 8.10., ihre Tore wieder schließt, sind und bleiben die Tore der Eisbrecher-Bibliothek für Sie Tag und Nacht weit geöffnet.

Manches Buch wirkt wie ein Schlüssel
zu fremden Sälen des eigenen Schlosses.

Franz Kafka

der schlüssel @ eisbrecher-bibliothek

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Wie ich lebe

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Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Truman Capotes Bonmot „Wozu sich übers Leben Sorgen machen? Keiner überlebt’s.“ hat mich dazu inspiriert, diese kleine Überlegung „Wie ich lebe“ hier zu schreiben,

  1. um mir selbst klar(er) zu werden, wo ich derzeit in meiner Entwicklung stehe und was ich noch erreichen will;
  2. um andere anzuregen, auch über ihr Leben und die Liebe nachzudenken und eine Positionsbestimmung vorzunehmen;
  3. um möglichst viele zu inspirieren und zu ermutigen, allerorten Ruinen in Kathedralen zu verwandeln.

„Wozu sich übers Leben Sorgen machen? Keiner überlebt’s.“ Wohl wahr. Wahr ist allerdings auch, daß es mir absolut nicht egal ist, wie ich mein Leben lebe, bevor ich’s nicht überlebe. Also: 1. wie, 2. ich, 3. lebe, kurz: Wie ich lebe. Leicht zu merken. Denn es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob ich in einer Kathedrale oder in einer Ruine lebe.

Wie ich lebe und wie mein Sein aussieht, wird von meinem Bewußtsein bestimmt, will heißen von den Überzeugungen, Werten und Idealen, an die ich glaube, an denen ich mein Leben ausrichte, die meiner Existenz Sinn und Orientierung geben. Drum:

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.
Chinesisch

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.
Heinrich Heine

Was ich im Hirn und Herzen trage, entscheidet vor allem auch über Gesundheit und Krankheit:

„Mens sana in corpore sano“ ist ein törichter Ausspruch:
der gesunde Körper ist ein Produkt des gesunden Geistes.
Bernard Shaw

Ich bin jetzt 58. Und wenn ich mittlerweile 38 Jahre lang (!) ohne Arzt und ohne Medikamente lebe – worauf ich verständlicherweise mächtig stolz bin -, denn ist das kein Zufall, sondern mein Verdienst und mein Lohn dafür, daß ich ganz offenbar den richtigen Leitsternen und keinen falschen Göttern folge. Zudem ist es ein Beweis für die enorme Power der Psychologie, Philosophie und Literatur, wenn man sie richtig einzusetzen = dem Leben dienstbar zu machen weiß.

Lest nicht, wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben!
Gustave Flaubert

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Im Grunde fängt mit jedem Tag ein neues Leben an.
Wilhelm Humboldt

Ich würde sagen, meine Lebensphilosophie hat sich in der Praxis mehr als bewährt. In der Eisbrecher-Bibliothek trage ich unermüdlich die Bausteine zusammen, aus denen sich meine Weltanschauung und Lebensphilosophie zusammensetzt. Ich könnte mir denken, daß der eine oder andere Stein sich auch im Bauwerk Ihres Lebens ganz gut macht. Und der wichtigste Baustein meines wie Ihres Lebens ist meiner Meinung nach der Tag. Also werde ich nicht müde, Sie immer und überall an den immensen Wert des Tages zu erinnern, der von viel zu vielen viel zu sehr unterschätzt und damit für immer verloren wird. Denn jeder Tag ist eine Eintagsfliege: er lebt 24 Stunden lang, stirbt um Mitternacht und kehrt danach nie wieder zurück.

Nur der ist reich, dem der Tag gehört. Von allem, was auf Erden ist, machen die Tage die geringsten Ansprüche und vollenden doch die größten Leistungen. Sie kommen und gehen wie verschleierte Gestalten, die aus fernem Freundesland gesandt sind; aber sie sprechen nicht, und wenn wir die Gaben, die sie bringen, nicht nützen, nehmen sie sie ebenso schweigend wieder fort. — Ralph Waldo Emerson

Der Tag ist der einzig praktisch brauchbare Baustein des Lebens. Die Sekunde, die Minute und die Stunde sind zu kurz, zu schnell und zu flüchtig, um damit etwas Vernünftiges, Brauchbares und Dauerhaftes anfangen zu können. Aber der Tag dauert lange 24 Stunden, die einem keineswegs wie ein glitschiger Fisch durch die Finger gleiten. Ein Tag läßt sich bearbeiten wie ein Rohling, wie ein Werkstück, wie ein Kunstwerk.

Was erringen wir eigentlich Größeres und Schöneres, als uns zu veredeln und andre um uns her? Was ist aller Menschen Zweck? Alle dienen der einzigen Göttin, der Erhöhung des Menschengeschlechts, dem Wachstum menschlicher Kraft und menschlichen Genießens. — Wilhelm Humboldt

Das höchste Kunstwerk ist und bleibt der lebendige Mensch. Die höchste Aufgabe – die Formung des eigenen Lebens, aus hartem Gestein – ein Kunstwerk meißeln. — Zenta Maurina

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! Mögen Ihnen die Tage & das Leben gelingen !

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

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Wozu sich übers Leben Sorgen machen?

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Wozu sich übers Leben Sorgen machen?
Keiner überlebt’s.

Truman Capote

Wohl wahr. Wahr ist allerdings auch, daß es mir absolut nicht egal ist, wie ich mein Leben lebe, bevor ich’s nicht überlebe. Also: 1. wie, 2. ich, 3. lebe, kurz: Wie ich lebe. Leicht zu merken. Denn es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob ich in einer Kathedrale oder in einer Ruine lebe.

Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

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