Welttag der Suizidprävention am 10. September

Ruslana-Korshunova_400x295.jpg

Ruslana Korshunova 2.7.1987 – 29.6.2008

http://bluesdiary.com/wp/audio/Midnight_Choir_-_Requiem.mp3

Midnight Choir – Requiem

Welttag der Suizidprävention am 10. September

Alle drei Minuten versucht in Deutschland jemand, sich das Leben zu nehmen, alle 47 Minuten gelingt das tatsächlich jemandem. Etwa 11.000 Menschen sterben jährlich durch eigene Hand (wobei zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist), das sind mehr als durch Verkehrsunfälle, illegale Drogen, Gewalttaten und Aids zusammen. Der Welttag der Suizidprävention wurde erstmals am 10.September 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen, um auf dieses ungelöste Menschheitsproblem und Tabuthema aufmerksam zu machen und auf verstärkte Bemühungen zu dringen, Selbsttötungen zu verhindern.

„Welttag der Suizidprävention am 10. September“ weiterlesen

Biss des Tages: Keine Menschen

Ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, junge und gesetzte Leute, aber keine Menschen – ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinanderliegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande verrinnt? — Friedrich Hölderlin

http://bluesdiary.com/wp/audio/Funny_Van_Dannen_-_Mein_Volk.mp3

Funny van Dannen – Mein Volk

! Bitte mehr Biss !

Das Wort zu den Millionen

Das ist sehr langweilig, immer das Hemd zuerst und dann die Hosen darüber zu ziehen und des Abends ins Bett und morgens wieder herauszukriechen; da ist kein Absehen, wie es anders werden soll. Und daß Millionen es schon so gemacht haben, und daß Millionen es wieder so machen werden, das ist sehr traurig. — Georg Büchner

Der Tod vor dem Tod

: die Gegenmittel :

Sinntankstelle Bibliothek 24/7 geöffnet

Mut- und Muntermacher – Screensaver

Das Wort & Lied zum Tod vor dem Tod

Erhart Kästner – Der Tod vor dem Tod

don’t die before you die

Rudi Lehnert

http://bluesdiary.com/wp/audio/Robert_Long_-_Hin_ist_Hin.mp3

Robert Long – Hin ist Hin

http://bluesdiary.com/wp/audio/Konstantin_Wecker_-_Genug_ist_nicht_genug.mp3

Konstantin Wecker – Genug ist nicht genug

Zum Gedenken an Kuno Bärenbold

Mein Freund Kuno ist tot

Kuno Bärenbold 7.7.1946 – 6.5.2008

„Wissen, was zwischen Menschen möglich ist
– und nicht geschieht, macht traurig.“
Kuno Bärenbold

http://bluesdiary.com/wp/audio/Willie_Nelson_-_He_Was_A_Friend_of_Mine.mp3

Willie Nelson – He Was A Friend of Mine

Mein Freund Kuno ist tot. Über drei Jahrzehnte hinweg war er mein bester Freund. Als Mensch habe ich ihn im Knast kennen gelernt, als Freund und Psychologe habe ich ihn nach dem Gefängnis begleitet, und als Verleger habe ich in dieser Zeit fünf Bücher mit ihm realisiert. Es war einmal. Aber ein Märchen ist das nicht, es ist ein Alptraum: in nur drei Jahren hat der Heckenschütze Tod aus dem feigen Hinterhalt gleich sieben meiner Liebsten zielsicher ins Jenseits befördert.

„Mein Freund Kuno ist tot“ weiterlesen

Verzweiflung, Verfall & Verwesung

Tod-Verwesung_224x300.jpg

http://bluesdiary.com/wp/audio/Johnny_Cash_-_God’s_Gonna_Cut_You_Down.mp3

Johnny Cash – God’s Gonna Cut You Down

blog-O-rama hat über 1.000 Abonnenten habe ich mich vor gut zwei Wochen hier noch gefreut. Danach begann wieder mal der Niedergang, wie ich ihn auch schon in Schweigen & Schreiben beschrieben habe, und wieder mal beherrschten Verzweiflung, Verfall & Verwesung mein „Leben“ oder besser das, was davon noch übrig ist, nachdem Scharfschütze Tod es ins Visier nahm und die Menschen um mich herum wie Karnickel abknallte. Zweifel an allem, was ich mache und schaffe, Zweifel am Sinn des Leben, Verzweiflung über den übermächtigen Tod, der einfach alles wieder zunichte macht, was wir Menschen so mühsam aufbauen. Wozu noch irgendetwas tun, wenn doch alles dem Tod geweiht ist, wozu sich noch an irgendjemanden binden, wenn man sich doch von jedem wieder trennen muß? In nur achtzehn Monaten hat der Serienkiller Tod mir gleich sechs geliebte Menschen für immer entrissen.

„Verzweiflung, Verfall & Verwesung“ weiterlesen

Infinite Jigsaw Puzzle heute geschenkt

Giveaway of the Day

Spiele sind bekanntlich nicht so meine Sache, aber Puzzles mag ich. Sie erinnern mich an das große Puzzle des Lebens, bei dem man die einzelnen Tage auch so zusammensetzen muß, daß das Ganze einen Sinn ergibt:

Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Ich habe übrigens selbst auch schon schon einige Puzzles kreiert, die Sie hier kostenlos runterladen können. Wenn Sie mehr davon wollen, dann sollten Sie jetzt schleunigst Giveaway of the Day besuchen: da kriegen Sie heute nämlich Infinite Jigsaw Puzzle geschenkt, das bei Alawar Games morgen schon wieder 15 Euro kostet. Wer blog-O-rama heute also verpaßt hat, hat morgen leider 15 Euro weniger im Sack oder ein nettes Spiel weniger auf der Platte. Qual der Wahl. Damit das Loch im Beutel nicht zu groß wird, sollten Sie meinen RSS-Feed abonnieren.

Spiel & Spass @ WebKompass

Schweigen & Schreiben

Tears-ob-Blood_400x350.jpg

Schweigen & Schreiben

Es ist zwei Wochen her, daß ich hier den letzten Beitrag Kamine & Krematorien veröffentlichte. Danach versank ich wieder mal in Schweigen. Trauer und Tränen versiegelten mir Lippen und Augen. Jedes Wort sinnlos, jede Tat sinnlos, weil ohnehin alles unaufhaltbar in den Abgrund des Todes driftet. Macht es da einen Unterschied, ob ich hier eines Satz schreibe oder ihn schweige? Der Allesfresser Tod frißt geschriebene wie geschwiegene Sätze, ist ihm einerlei, ihm schmeckt alles, selbst die letzten in Stein gemeißelten Worte nagt er letztlich aus unseren Grabsteinen. Und was bleibt dann noch von uns übrig? Absolut nichts.

„Schweigen & Schreiben“ weiterlesen

Kamine & Krematorien

The-Way-of-Life_400x270.jpg

Kamine & Krematorien

! Ticket to Heaven – Highway to Hell ?

http://bluesdiary.com/wp/audio/Dire_Straits_-_Ticket-To_Heaven.mp3

Dire Straits – Ticket To Heaven

Viele fragen mich, wie man in einer so düsteren Welt wie meiner überhaupt leben geschweige denn überleben kann.

  • Punkt 1: Ich habe mir mich nicht ausgesucht: Ich wurde in mich und damit in eine extrem sensible Existenz hineingeboren, die ich allerdings seit jeher heiß liebe und gegen alle Angriffe von außen erbittert verteidige, weshalb es anderen auch absolut unmöglich ist, diese Festung zu zerstören.
  • Punkt 2: Ich habe mir diese Welt nicht ausgesucht, sie wurde mir vom Serienkiller Tod aufgezwungen, gegen den ich als Tod vor dem Tod allerdings immer schon entschlossen ins Feld gezogen bin. Er hat also auch weiterhin mit mir und damit auch damit zu rechnen, daß ich ihm auch künftig potentielle „Klienten“ abspenstig machen werde.
  • Punkt 3: So düster, wie es von außen scheinen mag, ist meine Welt gar nicht. Ich habe nach wie vor starke Verbündete und strahlende Lichtbringer. Nur sind sie fast alle tot. Für andere. Für mich jedoch sind sie alle höchst lebendig und äußerst hilfreich. Sie nehmen mich jederzeit helfend an der Hand, wenn ich mich in dem unendlichen Labyrinth dieses viel zu oft völlig undurchschaubaren Lebens wieder mal hoffnungslos verirrt habe. Und sie sprechen und singen Tag und Nacht zu mir, wenn ich das will – von welchem (lebenden) Menschen kann man das schon sagen – oder gar erwarten?

„Kamine & Krematorien“ weiterlesen