Willi, 57, Herzinfarkt

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Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

Rainer Maria Rilke

Gestern starb nun auch noch mein Vetter Willi mit nur 57 Jahren. Herzinfarkt am Arbeitsplatz. Die Liste meiner Verluste wird länger und länger, der Tod zieht seine Kreise enger und enger… Wann werde ich dran sein?

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Ich möchte gerne aus meiner Haut

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Eine Bloggerin namens „Traenenblut“ schrieb kürzlich::

Ich möchte gerne aus meiner Haut, kann aber nicht.

Im Klartext geht es wieder mal darum, daß Traenenblut (nomen est omen) zu den Millionen Frauen gehört, die in ihrer Beziehung mehr als unglücklich sind. Die Liebe (so sie überhaupt je da war), ist längst in Haß umgekippt, und inzwischen stört sie nicht nur sein Schnarchen, sondern der Typ an sich muß weg – nicht unbedingt vom Antlitz der Erde, aber doch zumindest aus ihrem Leben.

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Deutscher Weltkindertag – 20. September

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Michaela & Kenita

Kinderherzen

Die Menschen wissen nicht, wie schön es eigentlich in Kinderherzen aussieht, in denen die Liebe aufblüht. Sie wissen aber auch nicht, wie zart diese Pflanze ist in ihrem Frühling und wie leicht ein Frost sie lähmt oder tötet. Mit eisiger Hand, frostig, durch und durch, wühlen die meisten Menschen in den Kinderherzen, und unter ihren Händen erstarrt der schöne Frühling. Die Pflänzchen der Liebe sterben, und kühle, kalte selbstsüchtige Menschheit nistet sich ein als tausendarmiges Unkraut in der Liebe verödetem Garten.

Jeremias Gotthelf

Jedes Neugeborene ist ein Messias – ein Jammer, daß es zum gemeinen Schurken heranwächst.

Imre Madách

Wikipedia

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Wir schulden den Menschen den Menschen

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Wir schulden den Menschen höheren Beistand als Arbeit, Nahrung und Geld. Wir schulden den Menschen den Menschen. Wenn der Mensch heute weithin krank ist, behindert und verzagt, vereinsamt, ablehnend, so deshalb, weil ihm so viel von seiner Natur widerrechtlich vorenthalten ist. Du solltest ihn in seinem selbstgeschaffenen Gefängnis aufsuchen, die bösen Geister austreiben – nicht mit zaghaftem Bedauern, sondern mit männlichem Zuspruch. Gehe zu ihm reinen Herzens, voll Mut und mit dem Glauben an ihn!

Ralph Waldo Emerson

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Ehe – Pro & Contra

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PRO

Heiraten hilft gegen Depressionen. Zu dieser Erkenntnis gelangten Soziologie-Doktoranden an der Universität von Ohio in einer Studie. Die jungen Wissenschaftler untersuchten darin das Befinden von mehr als 3000 Menschen, die 1987 und 1988 noch als Single lebten und zwischen 1992 und 1994 verheiratet waren. Dabei zeigte sich, dass es Menschen mit Hang zur Depression nach der Trauung deutlich besser ging als erwartet. Das traf auf Männer und Frauen gleichermaßen zu.

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„Hilfe“ ist nicht Hilfe

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Kürzlich bekam ich von einer jungen, sehr sensiblen Bloggerin eine Mail. Ein Link wird hier nicht gesetzt, da ich die Anonymität dieses jungen, verzweifelt seinen Weg suchenden und sicherlich sehr fragilen Lebens, das noch auf ziemlich schwachen Teeny-Beinchen steht, nicht stören und schon gar nicht zerstören will. Andererseits ist das Thema unseres Dialoges doch auch wieder so wichtig (ich bekam schon mehrere Fragen und Mails in dieser Richtung), daß es offenbar viele angeht und viele somit vielleicht auch etwas für ihr Leben mitnehmen können.

Die Frage:

Allem Anschein nach bist du also Psychologe. Ich habe lange gebraucht, um zu entscheiden, ob ich dir diese Nachricht schreiben soll. Heute geht es mir ziemlich gut, also wage ich es.

Mir wurde von einem Blogger empfohlen, mich wegen meiner leichten Depressionen in Behandlung zu begeben. Der Glaube an Gott (den ich momentan nicht unbedingt habe) kann mir nicht helfen. Er hat dazu mit meinem Einverständnis einen Blogeintrag verfasst: (XXX – SORRY, siehe oben.) Ein Freund hingegen ist der Überzeugung, dass er ein Atheist sei und nur den Glauben zerstören will.

Wie siehst du das und bist du ebenfalls der Meinung, dass ich mich in Behandlung geben sollte?

Liebe Grüße, Carmelita (hübscher Name, siehe oben)

P.S.: Hätte ich dich jetzt eigentlich Siezen sollen?

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Sinntankstelle Bibliothek 24/7 geöffnet

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Lest nicht, wie die Kinder, zum Vergnügen,
noch wie die Streber, um zu lernen,
nein, lest, um zu leben!
Gustave Flaubert

Gerade habe ich in der Eisbrecher-Bibliothek wieder ein paar Texte publiziert, denen ich eine unendliche Verbreitung wünsche. Warum? Weil sie uns leben und lieben lehren, bevor es zu spät ist. Also stelle ich hier jetzt mal einen Kanon lebensphilosophischer Klassiker auf, die jeder immer und immer wieder lesen sollte, der es mit seinem Leben erst meint und sich und sein Leben nicht verkümmern und verkommen lassen will.

Wenn Ihr Leben also mal ins Stocken gerät oder Ihnen gar der gesamte Sinn abhanden gekommen ist, finden Sie im Eisbrecher.Net(zwerk) Tag und Nacht Hilfe, die Eisbrecher-„Notaufnahme“ ist 24/7 mit hochkarätigen Geistern aus Literatur und Philosophie für Sie besetzt. Surfen Sie also einfach an meiner Sinntankstelle vor und tanken Sie Mut, Kraft und Zuversicht nach. Diese PsychoPower pur gibt’s sogar kostenlos. Der Sprit für Ihren Ferrari-Clone oder Harley Davidson-Verschnitt ist da erheblich teurer.

Endlos ist die Nacht des Leids; doch wer in der Dunkelstunde seines Mitmenschen auch nur eine Kerze entzündet hat, hat nicht umsonst gelebt.

Zenta Maurina

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