Das Wort zu Frau Meyer

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Das Wort zu Frau Meyer

Auch Frau Meyer könnte ein wertvolleres Leben führen – könnte nicht nur, sie hat es sogar durchaus nötig: so nötig, daß sie darüber krank ist seit Jahren. Weil die Seele krank ist, erzeugt sie fortwährend körperliche Krankheiten, die kein Arzt heilen kann. Keiner von diesen Ärzten, die Frau Meyers Milz untersuchen, aber nicht ihr Leben.

Ludwig Hohl

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Das Wort zur Apotheke

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Das Wort zur Apotheke

Es gibt nur fünfzehn Medikamente, seit Hippokrates selig, und doch ist es einer weitentwickelten Industrie von Chemieunternehmen und den Fabriken zur serienweisen Herstellung von Ärzten gelungen, aus diesen zehn Medikamenten vierundvierzigtausendvierhundertundvierundvierzig gemacht zu haben; manche werden unmodern, die werfen wir dann fort. Ja, verdient wird auch daran. Aber das ist es nicht allein: die Leidenden wollen das so. Sie glauben nicht nur an den Wundermann – Professor oder Laien -, sie glauben auch an diese buntetikettierten und sauber verpackten Dinge, die mit …“in“ oder mit …“an“ aufhören und eben einige jener zehn Medikamente in neuer Zusammensetzung enthalten. Die Apotheke ist das Heiligenbild des ungläubigen kleinen Mannes.

Kurt Tucholsky

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Abnehmen? Und wie!

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Abnehmen? Und wie!

Zu dem leidigen und leidbringenden Thema Übergewicht habe ich mich hier schon einmal geäußert: Fette Jahre – Kranke Jahre. Das war am 6. Oktober 2006. Schieben wir jetzt also ein bißchen was nach. Nein, kein Futter, Informationen. Übergewicht ist ein Dauerbrenner nicht nur in Deutschland. Nur schade, daß er kein Gewicht verbrennt.

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Die letzte Zigarette

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Die letzte Zigarette

Den idiotischen und lebensgefährlichen Eiertanz der Regierung mit dem Rauchen und den Rauchern tanze ich hier logischerweise nicht mit. Ein Tanz auf dem Vulkan? Darf ich bitten zum Tanz auf dem Pulverfaß des Todes? NEIN DANKE ! Dummheiten und Gewohnheiten sind wie Eisberge. Wenn überhaupt, kommt man ihnen nur mit Eisbrechern bei. Hier also mein Raucher- bzw. Universal-Eisbrecher (nicht nur) zum Jahreswechsel:

Die letzte Zigarette

Die Trinker mögen lesen: Der letzte Schluck
Die Schlucker: Die letzte Pille
Die Fixer: Der letzte Schuß
Die Sniffer: Die letzte Line
Die Fresser: Die letzte Mahlzeit
Die Gottesfürchtigen: Das letzte Gebet
Die Leichtsinnigen: Der letzte Fehler
Die Dummen: Der letzte Schwachsinn
Die Idioten: Der letzte Hirnriß
Die Raser: Der letzte Kick
Die Schläger: Der letzte Schlag
Die Pädophilen: Der letzte Fick
Die Soldaten: Der letzte Schuß
Die Killer: Der letzte Mord

… usw. usf., ist doch die menschliche Dummheit einfach unermeßlich …

Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Menschliche Dummheit.
Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
Albert Einstein

Die letzte Dummheit

Die Dummheit ist ein Elementarereignis, mit dem es kein Erdbeben aufnimmt. Ihre inneren Gewalten müssen sich einmal in einer Katastrophe entladen, die das Antlitz dieses Weltkörpers entstellen wird.
Karl Kraus

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Fette Jahre – Kranke Jahre

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„Gut vögeln und noch besser essen; das gefällt allen.“

Cesare Pavese

Die US-Bürger werden immer dicker – die Deutschen auch

Rund die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, jeder Fünfte ist fettsüchtig oder adipös (BMI 30 und darüber), Tendenz steigend. Übergewichtige Menschen tragen schwer an ihren überzähligen Kilos: Sie leiden an Atemnot, erhöhtem Blutdruck, Schlafstörungen, Diabetes und Gallensteinen.

Weder Gelenke noch Wirbelsäule sind der Fettlast gewachsen und nutzen sich daher früher als normal ab. Das Risiko, an Schlaganfall oder Herzinfarkt zu sterben, ist deshalb erheblich höher als bei Normalgewichtigen. Dicke Menschen haben zudem meist Probleme im Berufsleben und bei der Partnersuche.

Auch fast zwei Drittel der Amerikaner sind übergewichtig. Als Hauptverantwortliche für die wachsenden Fettmassen hat man Fastfood-Ketten wie McDonalds und Burger King ausgemacht.

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Frau Meyer & die Ärzte

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Auch Frau Meyer könnte ein wertvolleres Leben führen – könnte nicht nur, sie hat es sogar durchaus nötig: so nötig, daß sie darüber krank ist seit Jahren. Weil die Seele krank ist, erzeugt sie fortwährend körperliche Krankheiten, die kein Arzt heilen kann. Keiner von diesen Ärzten, die Frau Meyers Milz untersuchen, aber nicht ihr Leben. — Ludwig Hohl

? Geist oder Chemie ?

? Eisbrecher-Bibliothek oder „Mother’s Little Helper“ ?

? Qual der Wahl ?

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Der Arzt – Dein Freund & Helfer?

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Der Arzt – Dein Freund & Helfer?

Die Medizin: Geld her und Leben!
Karl Kraus

Der Mehrheit der medizinischen Profis geht es ohne Rücksicht auf Patienten, Ethik oder Gesellschaft nur um Profit, wie Ellis Huber – bis 1999 zwölf Jahre Präsident der Ärztekammer Berlin – am 21.08.2001 im Interview mit „Psychotherapie“ feststellte:

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Wie ich lebe

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Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Truman Capotes Bonmot „Wozu sich übers Leben Sorgen machen? Keiner überlebt’s.“ hat mich dazu inspiriert, diese kleine Überlegung „Wie ich lebe“ hier zu schreiben,

  1. um mir selbst klar(er) zu werden, wo ich derzeit in meiner Entwicklung stehe und was ich noch erreichen will;
  2. um andere anzuregen, auch über ihr Leben und die Liebe nachzudenken und eine Positionsbestimmung vorzunehmen;
  3. um möglichst viele zu inspirieren und zu ermutigen, allerorten Ruinen in Kathedralen zu verwandeln.

„Wozu sich übers Leben Sorgen machen? Keiner überlebt’s.“ Wohl wahr. Wahr ist allerdings auch, daß es mir absolut nicht egal ist, wie ich mein Leben lebe, bevor ich’s nicht überlebe. Also: 1. wie, 2. ich, 3. lebe, kurz: Wie ich lebe. Leicht zu merken. Denn es macht für mich einen gewaltigen Unterschied, ob ich in einer Kathedrale oder in einer Ruine lebe.

Wie ich lebe und wie mein Sein aussieht, wird von meinem Bewußtsein bestimmt, will heißen von den Überzeugungen, Werten und Idealen, an die ich glaube, an denen ich mein Leben ausrichte, die meiner Existenz Sinn und Orientierung geben. Drum:

Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.
Chinesisch

Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.
Heinrich Heine

Was ich im Hirn und Herzen trage, entscheidet vor allem auch über Gesundheit und Krankheit:

„Mens sana in corpore sano“ ist ein törichter Ausspruch:
der gesunde Körper ist ein Produkt des gesunden Geistes.
Bernard Shaw

Ich bin jetzt 58. Und wenn ich mittlerweile 38 Jahre lang (!) ohne Arzt und ohne Medikamente lebe – worauf ich verständlicherweise mächtig stolz bin -, denn ist das kein Zufall, sondern mein Verdienst und mein Lohn dafür, daß ich ganz offenbar den richtigen Leitsternen und keinen falschen Göttern folge. Zudem ist es ein Beweis für die enorme Power der Psychologie, Philosophie und Literatur, wenn man sie richtig einzusetzen = dem Leben dienstbar zu machen weiß.

Lest nicht, wie die Kinder, zum Vergnügen, noch wie die Streber, um zu lernen, nein, lest, um zu leben!
Gustave Flaubert

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Im Grunde fängt mit jedem Tag ein neues Leben an.
Wilhelm Humboldt

Ich würde sagen, meine Lebensphilosophie hat sich in der Praxis mehr als bewährt. In der Eisbrecher-Bibliothek trage ich unermüdlich die Bausteine zusammen, aus denen sich meine Weltanschauung und Lebensphilosophie zusammensetzt. Ich könnte mir denken, daß der eine oder andere Stein sich auch im Bauwerk Ihres Lebens ganz gut macht. Und der wichtigste Baustein meines wie Ihres Lebens ist meiner Meinung nach der Tag. Also werde ich nicht müde, Sie immer und überall an den immensen Wert des Tages zu erinnern, der von viel zu vielen viel zu sehr unterschätzt und damit für immer verloren wird. Denn jeder Tag ist eine Eintagsfliege: er lebt 24 Stunden lang, stirbt um Mitternacht und kehrt danach nie wieder zurück.

Nur der ist reich, dem der Tag gehört. Von allem, was auf Erden ist, machen die Tage die geringsten Ansprüche und vollenden doch die größten Leistungen. Sie kommen und gehen wie verschleierte Gestalten, die aus fernem Freundesland gesandt sind; aber sie sprechen nicht, und wenn wir die Gaben, die sie bringen, nicht nützen, nehmen sie sie ebenso schweigend wieder fort. — Ralph Waldo Emerson

Der Tag ist der einzig praktisch brauchbare Baustein des Lebens. Die Sekunde, die Minute und die Stunde sind zu kurz, zu schnell und zu flüchtig, um damit etwas Vernünftiges, Brauchbares und Dauerhaftes anfangen zu können. Aber der Tag dauert lange 24 Stunden, die einem keineswegs wie ein glitschiger Fisch durch die Finger gleiten. Ein Tag läßt sich bearbeiten wie ein Rohling, wie ein Werkstück, wie ein Kunstwerk.

Was erringen wir eigentlich Größeres und Schöneres, als uns zu veredeln und andre um uns her? Was ist aller Menschen Zweck? Alle dienen der einzigen Göttin, der Erhöhung des Menschengeschlechts, dem Wachstum menschlicher Kraft und menschlichen Genießens. — Wilhelm Humboldt

Das höchste Kunstwerk ist und bleibt der lebendige Mensch. Die höchste Aufgabe – die Formung des eigenen Lebens, aus hartem Gestein – ein Kunstwerk meißeln. — Zenta Maurina

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! Mögen Ihnen die Tage & das Leben gelingen !

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

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Ehe – Pro & Contra

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PRO

Heiraten hilft gegen Depressionen. Zu dieser Erkenntnis gelangten Soziologie-Doktoranden an der Universität von Ohio in einer Studie. Die jungen Wissenschaftler untersuchten darin das Befinden von mehr als 3000 Menschen, die 1987 und 1988 noch als Single lebten und zwischen 1992 und 1994 verheiratet waren. Dabei zeigte sich, dass es Menschen mit Hang zur Depression nach der Trauung deutlich besser ging als erwartet. Das traf auf Männer und Frauen gleichermaßen zu.

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„Hilfe“ ist nicht Hilfe

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Kürzlich bekam ich von einer jungen, sehr sensiblen Bloggerin eine Mail. Ein Link wird hier nicht gesetzt, da ich die Anonymität dieses jungen, verzweifelt seinen Weg suchenden und sicherlich sehr fragilen Lebens, das noch auf ziemlich schwachen Teeny-Beinchen steht, nicht stören und schon gar nicht zerstören will. Andererseits ist das Thema unseres Dialoges doch auch wieder so wichtig (ich bekam schon mehrere Fragen und Mails in dieser Richtung), daß es offenbar viele angeht und viele somit vielleicht auch etwas für ihr Leben mitnehmen können.

Die Frage:

Allem Anschein nach bist du also Psychologe. Ich habe lange gebraucht, um zu entscheiden, ob ich dir diese Nachricht schreiben soll. Heute geht es mir ziemlich gut, also wage ich es.

Mir wurde von einem Blogger empfohlen, mich wegen meiner leichten Depressionen in Behandlung zu begeben. Der Glaube an Gott (den ich momentan nicht unbedingt habe) kann mir nicht helfen. Er hat dazu mit meinem Einverständnis einen Blogeintrag verfasst: (XXX – SORRY, siehe oben.) Ein Freund hingegen ist der Überzeugung, dass er ein Atheist sei und nur den Glauben zerstören will.

Wie siehst du das und bist du ebenfalls der Meinung, dass ich mich in Behandlung geben sollte?

Liebe Grüße, Carmelita (hübscher Name, siehe oben)

P.S.: Hätte ich dich jetzt eigentlich Siezen sollen?

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