Die weißen Nächte des Postboten – Russisches Melodram

Andrej Kontschalowski erhielt bei den Filmfestspielen von Venedig 2014 den Silbernen Löwen für die beste Regie

Die weißen Nächte des Postboten – ein leiser, ein melancholischer, ein nachdenklich stimmender Film. Wer ohnehin schon depressiv ist, sollte ihn nur mit einer Flasche Vodka in Reichweite ansehen.

Russland am Kenozero-See. In der abgelegenen Gegend um den See ist der Postbote Lyokha die einzige Verbindung zur Außenwelt. Außer Briefen bringt er ihnen Brot, die Zeitung. Aber auch menschlich spielt er eine wichtige Rolle in diesem abgelegenen Dorf. – Für seinen Film erhielt Regisseur Andrej Kontschalowski bei den Filmfestspielen von Venedig 2014 den Silbernen Löwen. – Arte

Schmal, fast meditierend, vor den Holzbalken einer Mansarde, in T-Shirt und Pullover verkündet Kontschalowski Russland-Statistik: trauert über die vielen obdachlosen Kinder, den hohen Alkoholverbrauch (15,8 Liter pro Jahr und Kopf laut WHO), den Rekordplatz im Korruptionsrating (aufsteigend Platz 127 nach Transparency International).

Sein letzter Film, „Die weißen Nächte des Postboten Alexei Trjapizyn“, spielt im hohen Norden, in einer verfallenen Siedlung am Kensee bei Archangelsk. Kontschalowski wollte ursprünglich einen Dokumentarfilm über den Postboten Andrei Trjapizyn drehen, der mit seinem Boot die Dorfgemeinschaft mit der Kreisstadt verband. Trjapizyn gab vor zwei Jahren das Trinken auf und hielt durch. Die EinwohnerInnen spielten sich, und auch alles andere entwickelte sich von selbst. Der Film erhielt 2014 auf der Biennale von Venedig den Silbernen Löwen. – taz

Hier liefert Kontschalowski ein meisterhaftes Alterswerk. Wie er Bilder bukolischer Harmonie schafft, wenn die Kamera über das hohe Gras hinweg die Holzhäuser erfasst, wie er zwischen Detailaufnahmen von Flora und Fauna und Totalen wechselt, wie er den zeitlupenhaften Rhythmus des Lebens im Norden Russlands aufnimmt, vor allem aber: wie er den Menschen folgt, das zeigt ihn als souveränen Erzähler. – FR

Kontschalowskis Film über ein abgelegenes Dorf am Kenosero-See nahe Archangelsk ist ein mitunter skurriles, oft poetisches, vor allem aber tieftrauriges Porträt. 2014 gewann der leise Film in Venedig den Silbernen Löwen. Konchalovsy mischt Doku und Drama, die Personen spielen sich selbst: Im Kaff Kenosersk bekämpfen die wenigen Einwohner ihre Hoffnungslosigkeit mit Wodka und Zigaretten. Obwohl er selbst nicht mehr trinkt, hört und sieht Briefträger Ljoscha manchmal Dinge, die nicht da sind. Dank seines Motorboots ist Ljoscha die Verbindung der Dörfler zur Außenwelt. Dann wird sein Bordmotor gestohlen…

Fazit: Wortkarg, bildstark, zutiefst melancholisch. – Cinema

Die weißen Nächte des Postboten

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love