Erbsen auf halb 6 – Tragikomisches Roadmovie

Fritzi Haberlandt, und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Lillys Blindheit spielt, verschlägt einem die Sprache. – FAZ 

Was passiert, wenn ein blinder Mann einer blinden Frau begegnet? „Erbsen auf halb sechs“ zeigt es ihnen. Sie sehen Fritzi Haberlandt & Hilmir Snaer Gudnason als Blinde – eine schauspielerische Glanzleistung!

Bei einem Autounfall verliert Theaterregisseur Jakob (Hilmir Snaer Gudnason aus „101 Reykjavik„) nicht nur sein Augenlicht, sondern auch jeglichen Antrieb im Leben. Eine Therapie bei der freundlichen, von Geburt an blinden Lilly (Fritzi Haberlandt) lehnt er in Bausch und Bogen ab. Er will nur mehr seine im fernen Russland lebende, todkranke Mutter ein letztes mal besuchen. Doch so leicht lässt sich Lilly nicht abschütteln, und prompt befindet man sich zu zweit auf der langen Reise in den Wilden Osten. – Trockener Humor, wenig Scheu vor Tabus und ein an Kaurismäki erinnernder, lakonischer Erzählstil kennzeichnen das tragikomische Roadmovie von Lars Büchel („Jetzt oder nie„).

„Erbsen auf halb 6“ ist nicht der Film eines Könners, aber der einer Könnerin. Sie heißt Fritzi Haberlandt, und die Selbstverständlichkeit, mit der sie Lillys Blindheit spielt, verschlägt einem die Sprache. Wenn sie in die Kamera sieht, ist es, als hätte sie ihren Blick nach innen gedreht. Sie schaut nicht, sie lauscht; ihr ganzer Körper ist ein einziges Lauschen und Tasten, ein Horchen und Fühlen in die Dunkelheit hinein. – FAZ

Die Wahl der Schauspieler erweist sich als Glücksgriff, die Hauptdarsteller harmonieren miteinander und deren Gefühle sind ihnen generell abzukaufen. Die beiden noch relativ unverbrauchten Gesichter von Hilmir Snaer Gudnason („Blueprint“) und Fritzi Haberlandt („Liegen lernen“, „Kalt ist der Abendhauch“) machen viel vom Charme des Films aus. Vor allem Fritzi Haberlandt merkt man die intensive Vorbereitung auf die Rolle als Blinde sehr deutlich an. Sie war von einem Blindentrainer in die Welt der Blinden eingeführt worden.
„Erbsen auf halb sechs“ ist eine Tragikkomödie, die sich auf sympathische Weise mit dem Thema Blindheit in unserer Gesellschaft auseinandersetzt. – Filmstarts

Drei Jahre nach seinem Kino-Debüt Jetzt oder nie – Zeit ist Geld glückt dem Regisseur Lars Büchel mit Erbsen auf halb sechs ein wundervolles und sensibles „Märchen“ mit Happy End. – Kino-Zeit

„Erbsen auf halb sechs“ ist ein Liebesfilm, was dem an sich schwer verdaulichen Thema einer plötzlichen Erblindung sehr gut bekommt. Zumal Regisseur Büchel, der sich augenscheinlich mit der Suche nach der idealen Besetzung einige Mühe machte, in Fritzi Haberlandt („Liegen Lernen“) und dem isländischen Schauspieler Hilmir Snaer Gudnason („Blueprint“) ein Darstellerduo gefunden hat, bei dem die Chemie hundertprozentig stimmt. Deren Blindheit ist glaubhaft, ebenso wie die Geschichte an sich. Büchels zweiter Kinofilm ist eine ambitionierte Hommage an das Leben und die Liebe, bei der die Worte „sehen lernen“ ihre wahre Bedeutung erhalten. – RP Online

Erbsen auf halb 6

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love