Friedrich Christian Delius : Die Zukunft der Schönheit – Lesung in 6 Folgen

Friedrich Christian Delius : Die Zukunft der Schönheit

wird Ihnen vorgelesen von Christian Brückner. Mit Apowersoft Streaming Video Recorder können Sie die Lesungen auch runterladen. Amazon hat das Buch & das Hörbuch. Wir danken & husch husch auf die Ohren damit!

Am 1. Mai 1966 gerät ein junger Deutscher aus der hessischen Provinz in einen New Yorker Jazzclub, es spielt der Saxophonist Albert Ayler. Befremdet, beleidigt, beschwingt von der unerhörtesten Musik jener Zeit, beginnt der junge Mann, das ganze unheilvolle Durcheinander der Gegenwart aus diesen Tönen herauszuhören, den Mord an Kennedy, den Vietnamkrieg, den Börsenlärm, den Kampf der Schwarzen, die Studentenproteste. Je mehr er sich einlässt auf die wilde Musik, desto näher kommt der angehende Dichter sich selbst, bis zum verdrängten Schmerz eines Vaterkonflikts, der von einem anderen Jazzkonzert ausgelöst wurde, und zu den peinlichen, pubertären Anfängen seines Schreibens. Gebannt von Aylers Improvisationsräuschen, begreift der junge Mann in einem hellsichtigen Assoziationstaumel die revolutionäre Energie, die in Wachheit und Wut steckt. Diese Musik lässt ihn körperlich fühlen, wie Zerstören und Zersetzen der Beginn alles Schönen sein kann und die Kunst das Rettende wird. Eine autobiographische Erzählung von Friedrich Christian Delius, die den Aufbruchsgeist einer ganzen Epoche beschwört. – Rowohlt

Der Schriftsteller erzählt in „Die Zukunft der Schönheit“ von einem Free-Jazz-Erlebnis in New York und dem gesellschaftlichen Aufbruch vor 68. Der Jazz befreit sich von den kompositorischen Regeln, der Erzähler befreit sich von seinem Elternhaus, seine ganze Generation von dem Autoritarismus der Zeit. Es gelingt Delius durchweg hervorragend, diesen Prä-68er-Aufbruchsgeist der Jugend und deren Opponieren gegen das Nachkriegsschweigen in Worte zu fassen. Er skizziert etwa eine Bewegung „weg vom Vergangenheitsdreck in die Zukunft, hin zum Erfreulichen, zum amerikanischen Frühling“, denn „was war schon die Herkunft gegen die Zukunft“. Sein Erzähler grenzt sich ab „gegen Vaterdiktate, Muttergebote, Lehrernormen“. Er wird zum autonomen Subjekt („Wer ich bin, bestimme ich allein, nicht ihr – “), und er wird dies dank des Schreibens, durch das er überhaupt zu einer eigenen Sprache findet. – taz

Das ästhetische Erbe von 1968: Friedrich Christian Delius erzählt in brillant rasender Jazzprosa von der „Zukunft der Schönheit“. Diese schmale Erzählung löst ihr ästhetisches Versprechen ein. Sie besticht durch ihre Kongruenz von Form und Inhalt, dadurch, dass hier auch schmerzhafte Eingeständnisse ihren literarischen Raum finden. – Tagesspiegel

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Autor: Rudi

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