Lesenswert : Netzgeschichten 5 oder #DeleteFacebook

Facebook ist das Opium unserer Generation. Für einsame Menschen, die sich der Illusion hingeben, wichtig zu sein. – Frédéric Beigbeder

#DeleteFacebook

Facebook stolpert seit Jahren von einem Datenschutz-, Haßkommentar- & Rassismus-Skandal in den nächsten – und die User stolpern & stottern mit. Ich nicht. Statt drei Stunden täglich in sozialen Netzwerken zu vergeuden (das ist der gegenwärtige Durchschnittswert) sehe ich mir lieber zwei gute Filme an, lese feine Bücher, höre interessante Audiobooks, lausche toller Musik. Statt eines degenerierten digitalen Lifestyles pflege ich einen humanistisch anspruchsvollen Lebensstil. Und Sie?

Unser Autor hat sein Facebook-Konto gelöscht – und fordert alle anderen auf, es ihm nachzumachen. – Am Freitagabend war Schluss. Ein kleiner Abschiedspost noch an die Mitbewohner der eigenen Filterblase, dann ging die fünfjährige Beziehung mit einem Klick auf „Konto löschen“ zu Ende. Der Facebook-User Sebastian Beck hat aufgehört zu existieren, auch wenn seine Daten noch auf allen möglichen Servern liegen. Die Plattform ist der kulturelle Schrottplatz des 21. Jahrhunderts. – SZ

Der 24. April ist der Stichtag für Sophie Geiblinger: An diesem Datum wird die 27-Jährige nach knapp zehnjähriger Mitgliedschaft dem größten sozialen Medium Adieu sagen. „Mir fiel auf, dass ich nur noch stupide herumscrolle. Facebook bietet mir nichts Relevantes, das ich nicht auch auf anderen Plattformen finde“, sagt die selbstständige Lektorin. „Mir wurde einfach bewusst, wie viel Zeit Facebook raubt, ohne etwas zurückzugeben. Ich erhoffe mir, dass mein Medienkonsum wieder bewusster wird und ich mir Neuigkeiten wieder gezielter von einzelnen Medien hole, auf deren Seiten ich zum jetzigen Zeitpunkt eher durch Facebook komme.“

Clemens Raitmayr, 21, Facebook habe für ihn die Sinnhaftigkeit verloren: „In meinem Newsfeed finde ich nur noch Memes und Videos, in denen sich Katzen vor Gurken fürchten. Ich verbringe meine Zeit lieber anders, als mich dümmer machen zu lassen.“ – Kurier.at

Die Zahl des Tages : 88

Mädchen sind täglich etwas über drei Stunden in den Netzwerken unterwegs, Jungen zweieinhalb. Die Nutzungsdauer steigt mit dem Alter der Jugendlichen. Am beliebtesten ist Whatsapp, dann folgen Instagram und Snapchat. „Viele Kinder und Jugendliche chatten, posten und liken von früh bis in die Nacht“, sagt der Vorstandschef der DAK, Andreas Storm. Und es gibt einen Zusammenhang zwischen Nutzungszeit und Suchtrisiko. „Je länger und häufiger die Kinder und Jugendlichen online sind, desto höher ist das Suchtrisiko“, sagt Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des  Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am UKE. – FAZ

85 Prozent der 12- bis 17-Jährigen nutzen laut einer Krankenkassenumfrage nahezu drei Stunden täglich WhatsApp, Instagram, Snapchat und Ähnliches. Wie schädlich ist das? Rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind laut einer repräsentativen Umfrage der Krankenkasse DAK süchtig nach sozialen Medien. – ZEIT

Facebook verliert einen seiner großen Nutzer: Das amerikanische Männermagazin „Playboy“ schaltet seine Verbindungen zu dem sozialen Netzwerk aus. Das Männermagazin „Playboy“ will seine 25 Millionen Kontakte zu Facebook-Nutzern nicht mehr den Praktiken des Netzwerks aussetzen. „Playboy“ folgt damit dem Schritt des US-Milliardärs Elon Musk. Der hatte als Reaktion auf den Datenskandal bei Facebook für seine Firmen Tesla für Elektroautos und SpaceX für Raumfahrt auch den Rückzug aus dem sozialen Netzwerk verkündet. – WELT

Die Sängerin Pink warnt davor, Social Media zu ernst zu nehmen. Das online Nachjagen von „Happy-People-Fantasien“ sei zerstörerisch. „Social Media führt dazu, dass jeder denkt, der andere hätte ein viel cooleres Leben. Nein! Instagram ist nicht das echte Leben“, sagte sie der Zeitschrift „Cosmopolitan“. „Ich wollte schon einen Account starten, auf dem ich nur die miesen Sachen zeige: Wie ich beim Aufwachen wirklich aussehe oder Videos, auf denen ich mich mit jemandem streite.“ Ein Freund von ihr sei gerade dabei, seine Ehe zu zerstören, weil er online einer „Happy-People-Fantasie“ nachjage, „die es so nicht gibt“. Sie wünsche sich, dass die Leute wieder mehr echte Gefühle zuließen, sagt sie: „Manchmal möchte ich ihnen die Smartphones aus der Hand reißen und sie umarmen.“ Diese Idee hat sie in ihrem Song „Better Life“ aus ihrem aktuellen Album „Beautiful Trauma“ verarbeitet. – FAZ

Mein Facebook-Archiv ist 183 Megabyte groß. Schön sortiert, passt das in 32 digitale Ordner mit insgesamt 1962 Dateien. Das ist jedenfalls das Material, das mir Facebook jetzt zur Verfügung gestellt hat, nachdem ich nervös geworden bin. Auf einige Informationen hätte ich besser aufpassen müssen, das weiß ich jetzt. 2009 machten sich viele Facebook-Nutzer um die Sicherheit ihrer Daten keine Sorgen – auch ich nicht. Doch in meinem Archiv, das ich nun von Facebook angefordert habe, sehe ich: Jeder Klick von mir wurde registriert und gespeichert – von Beginn an. – FAZ

Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.
Rudi Lehnert

Hosea Hargrove – I Love My Life

#DeleteFacebook

Das Beste ist die tiefe Stille, in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne, was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können. – Goethe

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love