Randy Pausch : Last Lecture – Die Lehren meines Lebens

Das Magazin Time kürte Pausch zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. – ZEIT

Die Themen Leben & Tod, der Tag & die Zeit beschäftigen mich seit jeher. Als Mensch und als Psychologe. Und neuerdings auch weil ich nächstes Jahr 70 werde. Der Tod rückt also unaufhaltsam näher…

Darum habe ich in letzter Zeit auch viele Bücher über das Altern & Sterben gelesen, siehe Eisbrecher-Bibliothek. Meine letzte Todes-Lektüre: Paul Kalanithi : Bevor ich jetzt gehe – Was am Ende wirklich zählt – Das Vermächtnis eines jungen Arztes & Der Knacks von Roger Willemsen, 60, tot. Und jetzt geht es hier mit Randy Pausch weiter. Unheilbar erkrankt an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wurde er nur mickrige 47 Jahre alt.

Randolph „Randy“ Frederick Pausch, geborem am 23. Oktober 1960 in Baltimore, Maryland, gestorben am 25. Juli 2008 in Chesapeake, Virginia. Randy Pausch war Professor für Informatik an der Carnegie Mellon University (CMU) in Pittsburgh, Pennsylvania, USA. Neben seinen Forschungsschwerpunkten Mensch-Computer-Interaktion und Design begründete er das Alice-Projekt. In seinem letzten Lebensjahr erregte Pausch aufgrund seines offenen Umgangs mit seiner unheilbaren Erkrankung an Bauchspeicheldrüsenkrebs weltweite Aufmerksamkeit und Anteilnahme.

Randy Pausch sagt

Meine medizinische Odyssee begann im Sommer des Jahres 2006. Ich empfand einen leichten, unerklärlichen Schmerz in der oberen Bauchgegend. Kurz darauf bekam ich Gelbsucht, und die Ärzte vermuteten eine Hepatitis. Aber das stellte sich als Wunschdenken heraus. Die Computertomografie enthüllte Bauchspeicheldrüsenkrebs, und ich brauchte nur zehn Sekunden zu googeln, um herauszufinden, wie schlecht diese Nachricht war. Pankreaskrebs hat die höchste Mortalitätsrate unter sämtlichen Krebsarten. Die Hälfte aller Menschen, bei denen er diagnostiziert wird, stirbt binnen eines halben Jahres, von den übrigen sterben sechsundneunzig Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Kürzlich feierte ich meinen siebenundvierzigsten Geburtstag, was Jai zu einem inneren Kampf mit der Frage zwang: „Was schenkst du dem Mann, den du liebst, zu seinem letzten Geburtstag?“ Sie entschied sich für eine Uhr und einen Fernseher mit Großbildschirm. Ich bin zwar kein großer TV-Fan – Fernsehen ist die größte Zeitverschwendung der Menschheit -, aber es war das absolut beste Geschenk, denn am Ende werde ich viel Zeit im Bett verbringen, und der Fernseher wird eine meiner letzten Verbindungen zur Außenwelt sein.

„Schau fern“, pflegten meine Eltern zu sagen, „denn das kostet nichts. Oder was noch besser ist: Geh in die Bibliothek und hol dir ein Buch.“

Wenn ich einen Rat geben müsste, der nur aus drei Wörtern bestehen dürfte, würde er lauten: „Sag die Wahrheit.“ Wenn es ein längerer Satz sein dürfte, würde ich hinzufügen: „Und zwar immer.“ Meine Eltern lehrten mich: „Du bist nur so gut wie dein Wort.“ Aufrichtigkeit ist nicht nur moralisch richtig, sie ist auch effizient. In einer Kultur, in der jeder die Wahrheit sagen würde, könnte man eine Menge Zeit sparen, weil man nicht ständig alles nachprüfen müsste.

Zeit ist alles, was du hast. Du könntest eines Tages herausfinden, daß du weniger davon hast, als du denkst.

Geld kann kein gutes Leben kaufen.

Ganz egal, wie schlecht die Dinge stehen, man kann sie immer noch schlechter machen. Doch oft liegt es auch in unserer Macht, sie zu verbessern.

Erfahrung ist das, was du bekommst, wenn du nicht bekommen hast, was du wolltest.

Das war ein Rückschlag. Aber ich behielt mein Mantra im Kopf: Mauern haben ihren Grund. Sie sind nicht dazu da, uns draußen zu halten, Mauern sind dazu da, uns die Chance zu geben, zeigen zu können, wie sehr wir etwas wollen.

Klagen sind keine funktionelle Strategie. Wir verfügen alle nur über begrenzte Energien und Zeit. Die Zeit, die wir mit Jammern vergeuden, wird uns unseren Zielen nicht näher bringen, und glücklicher machen wird sie uns auch nicht.

Mein Dad gab mir viele Ratschläge, die mir helfen sollten, meinen Weg durchs Leben zu finden. Er sagte solche Dinge wie: „Triff niemals eine Entscheidung, bevor du dazu gezwungen bist.“ Er lehrte mich auch, immer fair zu bleiben, selbst wenn ich einmal in der Position des Stärkeren bin, egal, ob bei der Arbeit oder in Beziehungen. „Nur weil du am Steuer sitzt“, sagte er, „heißt das noch lange nicht, daß du andere überfahren darfst.“

Ich bin überhaupt nicht an Mode interessiert, was auch darin zum Ausdruck kommt, daß ich mir höchst selten etwas Neues zum Anziehen kaufe. Die Tatsache, daß Mode aus der Mode und dann irgendwann wieder in Mode gerät, nur weil ein paar Leute irgendwo glauben, damit einen Reibach machen zu können, empfinde ich, na ja, als totalen Irrsinn.

Das Buch

Im September 2007 hält Randy Pausch, Informatik-Professor an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, seine Abschiedsvorlesung. Das Thema: Seine Kindheitsträume und wie er sie verwirklicht hat. Der Anlass: Pausch ist unheilbar an Krebs erkrankt. Kurz darauf kennen Millionen Menschen ihn und seine bewegende Rede. Das vorliegende Buch, für das die »Last Lecture« den Anstoß gegeben hat, ist in Gesprächen mit dem Journalisten Jeffrey Zaslow entstanden. Darin sind die Lebenseinsichten Pauschs mit seiner persönlichen Lebensgeschichte verwoben. – Verlagsinfo

Die Leser

In der Buchfassung der „Last Lecture“ nimmt Pausch den Leser mit auf eine anrührende autobiografische Reise durch seine Kindheit („Ich habe in der Eltern-Lotterie gewonnen“) bis hinters Professorenpult („Erfahrung ist das, was du bekommst, wenn du nicht bekommen hast, was du wolltest“).

Die charmanten Weisheiten, die er dabei auf seinem Weg zum erfüllten Leben ansammelt, sind weder besonders einzigartig noch neu, aber von solch prägnanter Klarheit, die vielleicht nur jemand erreichen kann, der keine Zeit mehr hat für die banale Weichspülpsychologie gängiger Lebenshilfe-Ratgeber. – Focus

Als Randy Pausch am 18. September 2007 seine letzte Vorlesung hielt, liefen vielen der 400 Zuhörer Tränen über die Wangen. In der Reihe „Last Lecture“ sollen Professoren an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh so tun, als sprächen sie das letzte Mal vor Publikum – über die ganz großen Fragen und Erkenntnisse. Doch der Computerwissenschaftler Pausch musste nichts simulieren. Er begann seine Vorlesung mit den Bildern einer Computertomografie, die zehn Tumore in seiner Leber zeigten. Pausch war todkrank, Bauchspeicheldrüsenkrebs, der hatte schon Metastasen gestreut. Die Ärzte gaben Pausch noch höchstens ein halbes Jahr. Am Freitag voriger Woche ist Pausch im Alter von 47 Jahren gestorben.

Das Magazin Time kürte Pausch zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. – ZEIT

Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.
Rudi Lehnert

Heilig sei dir der Tag.
Goethe

Randy Pausch

Nur wer an jeder Stunde die Klauen, die Hauer, die rostigen Nägel sieht, mit denen sie unser Herz in Stücke reißt, der hat das Leben in sich aufgenommen und steht ihm nahe und darf leben. – Gottfried Benn

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Jedes Leben ist ein Todesurteil.
Rudi Lehnert

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Tindersticks – Dying Slowly

Herzlich : Rudis Bibliothek : Willkommen

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love