Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück

Ein echtes „Sommer-Feelgood-Movie“. Mit Charme, Augenzwinkern und einer Portion Philosophie. – 3sat

Wer wäre nicht gerne glücklich? Aber wie geht das: Glück? Diese Frage treibt auch den Psychiater Hector um und er geht auf große Weltreise um herauszufinden, wie man glücklich wird. Begleiten wir ihn also auf der Suche nach dem Glück!

Der Londoner Psychiater Hector führt ein perfekt arrangiertes Leben: Tagsüber kümmert er sich in seiner Praxis um die Belange der Patienten, abends lässt er sich von seiner attraktiven Freundin Clara umsorgen. Eigentlich könnte das immer so weitergehen, wäre da nicht eine Unzufriedenheit, die den liebenswürdigen Briten zunehmend umtreibt: Warum gelingt es ihm nicht, wirklich glücklich zu sein? So beschließt Hector eines Tages, seinen Alltag hinter sich zu lassen, um auf einer ausgedehnten Weltreise nach dem Glück zu forschen. – ONE

Mit seinem Roman „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ gelang dem französischen Schriftsteller und Psychiater François Lelord ein Weltbestseller. – Das Erste

In Bücherläden gibt es ganze Regalwände voller Glücksliteratur und mit den meisten der dort angebotenen Werke ist es wie mit geschickt verfassten Horoskopen: Beim Lesen erkennt man sich zwar durchaus selbst in dem Geschriebenen wieder, aber mit etwas Distanz betrachtet entpuppen sich die klugen Sprüche allzu häufig als nichtssagende und austauschbare Worthülsen. In „Hectors Reise“ ist das zum Glück anders. Es sind diese Widerhaken und Zwischentöne, die einen noch nach dem Abspann über die gesammelten Weisheiten nachdenken lassen.

Und wenn dann im finalen Drittel zusätzlich auch die chemisch-wissenschaftliche Seite des Glücks beleuchtet wird (wie gewohnt großartig: Oscar-Preisträger Christopher Plummer als Glücksforscher), merkt man noch einmal sehr deutlich, dass hier mit François Lelord eben kein New-Age-Scharlatan am Werk war, sondern jemand, der sich in seiner eigenen Karriere offenbar sehr ausführlich mit denselben Fragen beschäftigt hat, wie sie nun auch Hector für sich beantworten muss. – Filmstarts

Es ist auf alle Fälle ein ganz passabler Unterhaltungsfilm. Ein echtes „Sommer-Feelgood-Movie“. Mit Charme, Augenzwinkern und einer Portion Philosophie. – 3sat

„Hectors Reise oder Die Suche nach dem Glück“ wird ein aufgekratztes Roadmovie. Dass es die Balance zwischen erbaulichem Kitsch und absurdem Humor hält, liegt an seinen brillanten Dialogen – und an Simon Pegg. Der kann wieder einmal zeigen, dass er nicht nur für die Rolle des abgedrehten Freaks taugt. Er spielt den sympathisch überdrehten Psychiater mit einer Ernsthaftigkeit, die seine Figur vor Lächerlichkeit bewahrt, ohne ihr dabei die naive Exzentrik zu nehmen. Wie so viele von Peggs Figuren ist auch Hector eigentlich mehr Kind als Erwachsener. Im Kern vollkommen unselbstständig, sieht er die Welt mit den Augen eines ­12-Jährigen. Und gerade das macht seinen Charme aus. – Stuttgarter Zeitung

Wenn die chinesische Prostituierte von ihrem Zuhälter verschleppt wird, dann lautet Hectors lapidare Erkenntnis: „Manchmal bedeutet Glück, etwas nicht zu begreifen.“ Diese Szene spiegelt den abgrundtiefen Zynismus wider, den dieser Film vertritt. Glück wird nur möglich durch das Verdrängen von Unglück. Er ist ein Gefühls-Placebo für verängstigte Mitteleuropäer, die sich angesichts der Komplexität der Welt überfordert fühlen. Hectors Welt ist mitnichten ein Feel-Good-Movie, sondern ein erschreckendes Dokument der Angst. – ZEIT

Hectors Reise

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love