Über Barbarossaplatz – Makabres Psycho-Drama

Unten tobt der Verkehr, oben geht die Seele auf Crashkurs: Das TV-Drama „Über Barbarossaplatz“ folgt Psychos und Psychotherapeuten durch die Straßen Kölns. Ein Heimatfilm über Unbehauste, großartig! – Spiegel

Psychologie ist ein Faß ohne Boden, also steht man hier mindestens auf unsicherem Grund, wenn nicht gar auf dem Bodenlosen. Ich bin Psychologe, muß es also wissen. Die Seele kennt unendlichen Schmerz & unendliche Lust, denn „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“ (Goethe). Was die Seele sonst noch so beherbergt, erzählt Ihnen der Film  „Über Barbarossaplatz“. Aber wie gesagt: Die Psychologie ist ein Faß ohne Boden, daher: Fortsetzung folgt…

„Mens sana in corpore sano“ ist ein törichter Ausspruch: der gesunde Körper ist ein Produkt des gesunden Geistes. – George Bernard Shaw

Rudi, 68, lebt – und zwar putzmunter & rundum gesund. Da ich seit nunmehr 50 Jahren keinen Arzt mehr konsultiert habe, spricht also vieles dafür, daß ich das  meinem gesunden Geist zu verdanken habe. Eine unabdingbare Voraussetzung, um als Psychologe eine gute Arbeit zu machen und anderen Menschen wirksam & nachhaltig helfen zu können. So stolz ich auch auf die Psychologie & meine Gesundheit bin, nehme ich doch beides auch mit Humor, denn beides hat mir das Leben nur geliehen, beides wird mir der Tod schon bald wieder nehmen…

Ein fabelhafter und experimenteller Film. – taz

Mit der Windows-App Meine Mediatheken oder mit Apowersoft Streaming Video Recorder können Sie den Film auch runterladen.

Hier geschieht etwas, was dem deutschen Fernsehen genuin fremd oder fremd geworden ist: Echte Menschen verhandeln an echten Orten echte Probleme. – Critic

Extrem schroff und unglaublich nah: „Über Barbarossaplatz“ wirft einen fordernden Blick auf die Beziehungen zwischen Patient und Therapeut. Selenheil scheint ein Begriff zu sein, der aus der Zeit gefallen ist. Beschreibt er doch einen Zustand, in dem sich der Mensch nur befinden kann, solange er noch nicht in diese Welt geworfen ist. Eine Welt, in der die anderen, heillos Verwirrten schon auf ihn warten – um ihn mit hinabzuziehen. Das ist der Eindruck, den der Film „Über Barbarossaplatz“ vermittelt, in dem der Regisseur Jan Bonny das Seelenleben seiner Figuren auseinandernimmt und ausbreitet.

In kurzen Etappen und mit sprunghaften Schnitten folgt die Kamera den Figuren und ihrer Drangsal. Sie taumeln alle wissend ins Unheil. Die haltlose Patientin fragt: „Warum soll ich noch leben?“ Für all die Schutzlosen scheint die Welt in „Über Barbarossaplatz“ keinen Trost bereitzuhalten. Und selbst für jene, die den Halt noch nicht verloren haben, bleibt nur die Ablenkung durch die Hektik des Alltags und die Hoffnung auf Muße durch den Rausch – in Form von Alkohol und Sex.

„Über Barbarossaplatz“ ist ein starkes, in weiten Teilen unerbittliches und bewegendes Stück Fernsehen. Es zeigt: Die Wirklichkeit der Therapeuten ist eine harte. – FAZ

Die Wirklichkeit der Therapeuten ist eine harte. Wohl wahr. Man braucht jede Menge PsychoPower, um dem Abwärtsdrall der vom Leben Beschädigten den Aufwärtsdrall des Wahren, Guten, Schönen entgegenzusetzen. PsychoPower, die die in dem Film agierenden Therapeuten nicht haben. Ich erkenne mich in den Therapeuten dieses Films einfach nicht wieder. Sie sind mir geistig & seelisch zu beschädigt, viel zu kaputt, um anderen Menschen wirklich helfen zu können. Was schnell passieren kann, wenn man Geist & Seele nicht sorgsam pflegt. Das gilt für Patienten wie für Therapeuten.

Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung, warum nicht auch sein Herz? – Indisch

Runow: Wie diese Geschichte jetzt läuft, das ist keine leichte Kost. Es gibt sehr viele, sehr einsame, isolierte Menschen in diesem Film. Es gibt harten, traurigen Sex, versuchte und geglückte Selbstmorde, Drogen, Flucht in den Exzess. Also es ist nicht der klassische Feelgoodmovie geworden.

Król: Nein. Es ist ein aktueller Film, heutiger Film. Ich finde, wenn man links und rechts schaut, die Leute, die einen so im Alltag umgeben, oh mein Gott, ich sehe da viele, die es schwer haben, die beschädigt sind, die bemüht sind, über Wasser zu bleiben. Also nein, ein Feelgoodmovie ist das sicher nicht. Aber es ist garantiert ein Film, der einen fesselt, der einen nicht loslässt. Bei allem, was sie tun, sind das meiner Meinung nach liebenswerte Menschen, die ihr Bestes tun. – Deutschlandfunk

Nach soviel Ernst und Abwärtsdrall jetzt noch ein wenig Humor mit Aufwärtsdrall:

Psychologen leben davon, den Menschen glaubhaft machen zu können, daß man einen Vorteil davon hat, wenn man sein Unterbewußtes kennenlernt. Ich bin da nicht sicher. Ich kenne viele Menschen, die mit psychologischer Hilfe zu sich selbst gefunden haben, aber was sie da sahen, war so deprimierend, daß sie nun psychologische Hilfe brauchen, um zu ertragen, was sie entdeckt haben. Für die Psychologen hat sich das Ganze also gelohnt. – Dieter Nuhr

Über Barbarossaplatz

! Möge Ihnen das Leben, Leiden & Lieben gelingen !

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Etta James – Life, Love & The Blues

Herzlich : Rudis Filmpalast : Willkommen

Unsere Augen verschaffen uns eine Menge Freuden.
Robert Walser

Banner-Rudis-Filmpalast-orange_485x170

Gelesen 18472 mal von 1635 Besuchern

Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love