Camp 14 – Total Control Zone : Erschütternde Dokumentation

Gestern besuchten wir den Himmel der Reichen & Schönen, heute stürzen wir ab in die Hölle der Geknechteten, Gefolterten & Gemetzelten in Nordkorea. Um die 100 Minuten dieser erschütternden Dokumentation durchzustehen, müssen Sie psychisch verdammt gut beieinander sein. Sind Sie’s?!

Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir wegnimmt. – Che Guevara

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Essex Blues Band – Freedom

Es gibt Filme, bei denen die herkömmlichen Maßstäbe der Kritik an ihre Grenzen stoßen. Marc Wieses Dokumentation „Camp 14 – Total Control Zone“ ist so ein Film. Anhand der Berichte von drei Augenzeugen führt der Regisseur den Zuschauer tief in die grausame, abgeschottete Welt nordkoreanischer Arbeitslager. So erschütternd sind diese Zeugnisse seiner Protagonisten, dass sie – um eine in Bezug auf das Kino beinahe abhanden gekommene, pathetische Floskel zu bemühen – manchen handwerklichen Mangel überstrahlen oder angemessener: überschatten. Viele davon gibt es in Wieses betont nüchterner, ruhiger Dokumentation allerdings ohnehin nicht. Fazit: Regisseur Marc Wiese nähert sich seinem schockierenden Thema mit großer Sorgfalt und erzählt auf geschickt ineinander verwobene Weise eine Geschichte vom Leben im Lager und vom Leben danach. – Filmstarts

Shin Dong-hyuk berichtet, wie seine Mutter gehängt und sein Bruder erschossen wurden, weil Shin selbst sie verraten hatte. Er berichtet, wie er zusehen musste, wie seine Klassenkameradin mit Schlägen bestraft und getötet wurde. Erinnerungen wie diese verfolgen den Nordkoreaner bis heute. Bilder aus dem Lager gibt es in dem Dokumentarfilm kaum zu sehen. An einem Ort, an dem Denunziation zum Alltag und der Besitz von fünf gestohlenen Weizenkörnern mit Erschießen bestraft wird, ist auch das Filmen nicht erlaubt. Deswegen wird, was Shin erzählt, durch Comic-Animationen nachgestellt. So kommen auch die Schilderungen von monatelanger Folter, von Schlägen und Schmerzen ohne die Bilder seiner Narben aus. – Spiegel

Kim Jong Uns Mörderbande

Shin erinnert sich, wie er mit Tausenden anderen Aufstellung nehmen musste, um die Exekution zweier Gefangener zu verfolgen. Als die Schüsse fallen, reagiert der Kleine mit Panik – doch zugleich ist es, weil er nichts anderes kennt, wie es ist: Es ist normal, dass erschossen, geschlagen, gefoltert wird. Er findet nichts dabei, wie ein Tier behandelt zu werden.

Einer der beiden ehemaligen, jetzt in Südkorea lebenden Lagerwächter, die in dem Film ausführlich zu Wort kommen und freimütig von ihren Mordtaten berichten, erzählt, wie er die Häftlinge angeschrien habe, sie seien weniger wert als Schweine. Denn: „Als Schweine wärt ihr wenigstens zu etwas nutze.“ – WELT

Wenn Shin von der Feuerfolter berichtet, verzichtet der Film allerdings auch auf diese Möglichkeit, das Nicht-Zeigbare zu zeigen. Mit der Feuerfolter hat sich das System Nordkorea in Shins Körper eingebrannt. Narben überziehen seine Haut, die Arme sind deformiert. Beim Verhör haben die Wärter Shin mit Ketten an die Decke gehängt, den Leib mit einem ins Fleisch gerammten Haken fixiert und dann langsam immer näher an ein offenes Feuer auf dem Fußboden heruntergelassen. – Critic

Camp 14 – Total Control Zone

Ergänzende Nordkorea-Dokus

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Solomon Burke – None Of Us Are Free – R.I.P.

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Unsere Augen verschaffen uns eine Menge Freuden.
Robert Walser

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love