Rudi sagt zum Auto adé & zur StraBa olé !

Der Mensch hat das Auto erfunden,
um bequem sitzend im Stau zu stehen.
Andrzej Majewski

Wußten Sie, daß die Luftverschmutzung verantwortlich ist für den vorzeitigen Tod von aktuell 7 Millionen Menschen pro Jahr? Dann wissen Sie’s jetzt. Ein Jahr lang habe ich mich mit diesem Wissen rumgeplagt, dann stand die Entscheidung fest: mein Auto muß weg! Am 25. April 2016 habe ich dann als Autofahrer ausgecheckt und als Straßenbahnfahrer eingecheckt. Ein knappes Jahr bin ich jetzt also mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und habe das Auto keine Minute lang vermisst.

Max Planck Society @ YouTube

Eines Tages bemerkte ich, dass mein Alfa Romeo Moos ansetzte. Da seufzte ich, verkaufte meine Liebe und trat einem Carsharing-Verein bei. Die Leihautos standen zwei Minuten von meiner Wohnung entfernt. Damals, es ist vielleicht fünfzehn Jahre her, hielten mich viele für verschroben, lustfeindlich oder für einen verbissenen Öko. Dass die Liebe eines leidenschaftlichen Autofahrers am mangelnden Parkraum in einer kleinen Großstadt wie Bremen scheitert, hielt man für undenkbar. Heute bin ich Teil einer wachsenden Gruppe von Städtern, die mitnichten nur aus alten Säcken besteht.ZEIT

Die konzentrierten Schadstoffe in Smog kommen mit einer Reihe an langfristig gesundheitsschädlichen Wirkungen, vor allem Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Weltweit verursacht Luftverschmutzung laut den Vereinten Nationen jährlich mehr als drei Millionen frühzeitige Tode, fast 1,4 Millionen davon in China.

Es soll bereits „zehntausende Smog-Flüchtlinge“ geben, die in andere Gebiete reisen, um dem giften Rauch zu entgehen. Das berichtete der Guardian. Bereits im Dezember vergangenen Jahres rechnete Chinas führende Reiseagentur mit mehr als 150.000 Ausreisen, vor allen nach Australien, Indonesien, Japan und auf die Malediven. – ze.tt

Die berechneten Zahlen haben ergeben, dass in Deutschland doppelt so viele Menschen an Verkehrsemissionen sterben wie an Verkehrsunfällen. – FAZ

Die Luft in Städten ist nicht rein. Mit jedem Atemzug inhalieren wir zahlreiche Teilchen, wie Rußpartikel, Reifen- und Bremsabrieb, Sandkörnchen, Pollen, Mikroplastik, Salzkristalle, Glasstaub. Sie gelten als Feinstaub – auch Schwebstaub oder englisch Particulate Matter genannt –, wenn sie nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre schweben. Überall dort, wo sich besonders viele Staubteilchen in der Luft konzentrieren, ist die Zahl tödlich verlaufender Schlaganfälle, Herzleiden und Atemwegserkrankungen wie Asthma erhöht. 2015 waren Forscher mit einer Modellrechnung zu dem Ergebnis gekommen, dass 34.000 Deutsche, die im Jahr 2010 einer Erkrankung erlagen, ohne die Feinstaubbelastung noch leben könnten. Laut einer Statistik des Umweltbundesamts starben damals 45.000 Menschen an den Folgen der Feinstaubbelastung.

Auch Kerzen, schlecht gewartete Staubsauger oder ein offener Kamin setzen Feinstaub frei. Laut einer Berechnung italienischer Forscher erzeugt das Rauchen einer einzigen Zigarette so viel Feinstaub wie ein Dieselmotor ohne Filter, der eineinhalb Stunden läuft.

Wer wirklich dauerhaft saubere Luft will, muss alle Dreckquellen im Blick haben. Immerhin hat man in Stuttgart erkannt: Auch das Verbrennen von Holz, Briketts oder Öl aus Kaminöfen ist ein Problem. Was ein neuer Kaminofen anrichtet, der eine Stunde feuert? Dasselbe wie 100 Kilometer Autofahren.ZEIT

„Airpokalypse“ ist auch unter Wissenschaftlern eine gebräuchliche Bezeichnung für die Luftverschmutzung in Chinas und Indiens Millionenstädten. In Neu Delhi, der Stadt mit der schlechtesten Luft weltweit, überschreitet der Feinstaubgehalt an manchen Tagen aufgrund der Autoabgase die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zulässigen Grenzwerte um das 100-fache. Weltweit atmen 90 Prozent der Stadtbewohner feinstaubbelastete Luft. Pro Jahr sterben sieben Millionen Menschen an den Folgen. Bei Erwachsenen steigt die Zahl der Krebserkrankungen drastisch an, und Kinder leiden immer häufiger unter Asthma. In China und Indien ist der gesundheitsgefährdende Smog Dauerzustand. Die Schadstoffbelastung ist kein lokales Phänomen mehr. Schadstoffe in der Luft sind auch der Grund dafür, dass die Lebenserwartung in Europa nicht weiter steigt. Der Smog in Paris verkürzt die Lebenserwartung der dortigen Bevölkerung bereits um ein Jahr. Im Gegensatz zur Klimaerwärmung, deren Auswirkungen erst in einigen Jahrzehnten in vollem Ausmaß spürbar sein werden, beeinträchtigt schadstoffbelastete Luft die Gesundheit unmittelbar und massiv und erfordert daher sofortiges und umfassendes Handeln.Arte
Um die Lebensqualität und -erwartung der Menschen zu verbessern, müssten deutlich ehrgeizigere Ziele zum Umweltschutz gesetzt werden, fordern die Wissenschaftler. „Luftverschmutzung ist bei Weitem das größte Umweltrisiko für Krankheiten“, sagt Brauer. Weltweit sei sie der vierthöchste Risikofaktor für einen vorzeitigen Tod. Gefährlicher sind den Untersuchungen zufolge nur noch hoher Blutdruck, Fehlernährung und Rauchen.
„Das Besondere an der Luftverschmutzung ist, dass man davor nicht davonlaufen kann – man kann sich nicht davor verstecken“, erklärt Brauer. „Und wenn wir die Qualität der Luft verbessern, profitiert jeder davon“, ergänzt er. Saubere Luft sei daher ein „unglaublich effizienter Weg“, die Gesundheit der Weltbevölkerung zu verbessern.WiWo
Autofahren bis der Tod uns die Luft abschnürt? Besser nicht! Vielleicht sehen Sie jetzt auch den VW-Abgasskandal mit anderen Augen. Das ist kein Kavaliersdelikt, das ist ein Verbrechen an unserer Gesundheit und an unserem Leben. Deshalb freut es mich auch besonders, daß das FBI und Südkorea VW-Manager jetzt angeklagt und eingesperrt haben. Wann wird das auch in Deutschland und andernorts endlich passieren?! Leider können sich diese skrupellosen Verbrecher immer noch mit Milliardenstrafen freikaufen. Mord an der Volksgesundheit wird mit einer Geldstrafe abgegolten. Mord an einem Menschen kostet Lebenslänglich. Was soll das? Sieht so Gerechtigkeit aus? Im Raubtierkapitalismus ja. Da geht es schließlich nicht um Gesundheit & Lebensqualität, sondern um skrupellose Gewinnmaximierung, die gerne auch über Leichen steigt. Kollateralschäden. Alles klar?!

Mobil ohne Auto

Und wenn Sie beim Bus- & Straßenbahnfahren gerne gute gute Musuk hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Joe Louis Walker – Too Drunk To Drive Drunk

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love