The Wolf of Wall Street – Bankgster in Hochform

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Martin Scorseses Film „The Wolf of Wall Street“ ist genauso hemmungslos brillant inszeniert, wie die Gier obszön ist, die er zeigt. Es ist, für Menschen, die das Kino auch deshalb lieben, weil hier anders als auf Papier erzählt werden kann, eine reine Freude. Einige Szenen möchte man sich an die Wand nageln, so brillant glitzern sie. Doch dahinter liegt nur die Leere. Der Mann, dem wir drei Stunden lang zusehen, ist ein Nichts. – FAZ

Seit der Bankenkrise 2008 sind mir die Bankgster ein verdammter Dorn im Auge. Nicht nur im Auge, auch im Hirn und im Herzen. Wie können Menschen nur zu solchen gewissenlosen Bestien degenerieren? Unter anderem durch eine grenzenlose Gier. Sie bereichern sich auf unsere Kosten, rauben uns aus, hinterziehen Abermillionen Steuergelder, die dann für den Bau von Kindergärten, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Alten- & Pflegeheimen fehlen.

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Das Geld bestimmt ganz wesentlich darüber, wie wir leben oder leiden. Es lohnt sich also, diesen dreckigen Bankgstern ganz genau auf die schmierigen Pfoten zu sehen und sie für jedes ihrer dreckigen Verbrechen möglichst lange hinter Gitter zu bringen: DEUTSCHE BANKgster endlich vor Gericht. Ich habe eine unbändige Wut auf diese gewissenlosen Bankgster! Und Sie?

Die Angeklagten der Deutschen Bank wirken am ersten Tag des CO2-Prozesses nicht, als hätten sie Steuern hinterzogen. Doch ihnen droht jahrelange Haft. – SZ

Aus Fehlern, das weiß man seit dem jüngsten Crash 2007, hat die Finanzwelt noch nie gelernt. Warum auch, es lässt sich ja munter weiter das Geld aus den Taschen der Kunden in die eigenen schaufeln. „The Wolf of Wall Street“ spielt vor einem Vierteljahrhundert, er könnte aktueller nicht sein. Ein Zynismus, der um die Finanzkrake weiß, der man einen Kopf abschlägt, während Dutzende nachwachsen. – Tagesspiegel

Das ist ganz großes Kino. – Filmstarts

Der Film ist ein Exzess. Die Helden von The Wolf of Wall Street schnupfen Koks, das auf Brüsten oder Hintern thront. Sie werfen sich Pillen ein, saufen, haben wilden Sex mit den Frauen zu Hause und den Nutten im Büro. Sie fahren Autos zu Schrott und eine Jacht in den Sturm. Leonardo DiCaprio spielt den Börsenhändler Jordan Belfort, der seine Mitarbeiter wahlweise „meine Krieger“ oder „Telefonterroristen“ nennt und seine Kunden „fickt“, indem er ihnen Schrottpapiere unterjubelt oder sie bei Börsengängen betrügt. Alles gleicht einem dreistündigen Rausch, der den Kater schon in sich trägt. – ZEIT

Also wieder ein Neuanfang, jetzt bei einer halbseidenen Truppe, die wertlose Aktien an ahnungslose Kleinverdiener verhökert. Wieder findet Belfort, dass er zu gut ist, um für andere zu arbeiten, und macht sich selbständig. Bald hat er, was er immer wollte: einen Palast in den Hamptons, Sportwagen, Yacht, Hubschrauber. Belfort nennt es „das Leben“, als sei alles andere nichts als trauriges Dahinvegetieren. Ob er wirklich jemals als Wolf bezeichnet wurde oder ob er sich den Titel selbst gegeben hat, ist nicht ganz klar. Aber es klingt gut, und als begnadeter Verkäufer weiß Belfort, wie wichtig so etwas ist. Natürlich nannte man ihn so, sagt Belfort. Genauso wie er beteuert, dass es so gewesen sei, wie der Film es zeigt, damals in den Neunzigern: eine obszöne Orgie aus Geld, Drogen, Betrug und Größenwahn. Kein Wort über Hunderte Opfer, die durch ihn ihre Altersvorsorge verloren. Etwa 1500 Anleger erleichterte er um etwa 200 Millionen Dollar. Für 22 Monate landete Belfort im Knast, eine lächerliche Strafe auch für damalige Verhältnisse, als man in den USA noch etwas lässiger mit Finanzbetrügern umging. – SZ

Jordon Belfort könnte einem toten Hund einen Kinderwagen verkaufen. Am Telefon. Mit Lust. Mit der Verführungskraft eines Mannes, der weiß, dass jedes Gespräch eine Performance ist, und der die Schauspielkunst des großen Motivators so gut beherrscht, dass er alle in seiner Nähe blendet. Vor allem dann, wenn es um nichts weiter geht als um Geld oder um Dinge, die man damit kaufen kann. Also doch um alles? Verkauft wird jedenfalls mit den Mitteln des Nichts, Jordon Belforts Handelsware ist absolut wertlos. Penny Stocks, Schrottpapiere.  – FAZ

Chronik eines Junkies: Scorsese und DiCaprio übertreiben, gnadenlos. Das verrät schon der Titel, denn an der Wall Street feiert Jordan ja gerade nicht Erfolge, sondern abseits, in Long Island. Ein Wolf ist er allemal, ein wildes Tier, der fieseste White-Collar-Gangster, seit Scorsese Gangster- und Amerikafilme dreht. Und natürlich der Beste beim Zwergenwerfen, auf dessen wahnhaft und geil verzerrtes Gesicht die Kamera gleich zu Beginn obsessiv zoomt. „The Wolf of Wall Street“ ist ein Comic, ein Trashfilm, eine miese Nummer, spätestens dann, wenn Jordan mit seinen halbseidenen Kollegen die First Class beim Atlantikflug zum Schweizer Bankier (Jean Dujardin als Geldwäscher) in ein Bordell verwandelt. Erotik des Geldes, das klingt viel zu vornehm, Scorsese sexualisiert das Geschehen auf weit drastischere, vulgäre Weise. Seine Ästhetik der Maßlosigkeit macht klar: Diese Typen sind einfach das Letzte. – Tagesspiegel

Über drei Stunden hinweg zelebriert sein Film die Perversion der männlichen Antihelden, ihre vulgäre Rhetorik, Kopulationsathletik und Bezwingung von Kokainbergen. In Scorseses Manege darf der hedonistische Raubtierkapitalismus der späten Achtziger ungebändigt wüten, was seinen Schauspielern dankbare Szenen beschert. Und es sorgt verlässlich für Lacher im Publikum, wenn jede neue Ausschweifung die vorherige übertrifft. Für die Bebilderung des Dauerrauschs kann sich Scorsese erneut auf Leonardo DiCaprio verlassen, der sich an der Spitze des prominenten Ensembles exaltiert wie nie zeigt. Eine furiose Leistung, die zu Recht mit einem Golden Globe honoriert wurde. Aber sie kaschiert den grundlegenden Mangel des Films nicht: Ganz gleich, wie viele Drogen auch zu sehen sind, es fehlt „The Wolf of Wall Street“ an Substanz. – Spiegel

Leonardo DiCaprio spielt bei seiner schon fünften Zusammenarbeit mit Martin Scorsese wie entfesselt auf: Als sein Jordan Belfort zum Auftakt Kokain aus dem Hintern einer Prostituierten zieht, wird gleich die Richtung vorgegeben. Der gewohnt charismatische DiCaprio lässt uns in die Seele eines Seelenverkäufers blicken und führt damit einen beeindruckenden Cast an, in dem selbst kleinste Rollen spektakulär besetzt sind. Das bissige Porträt eines schillernden Finanzjongleurs ist zugleich auch die vorläufige Krönung von Scorseses langjähriger Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Und wie der Regisseur dabei die Regeln des klassischen Biopics unterläuft, sich hemmungsloser satirischer Überzeichnung hingibt, aber auch Dramatik und Spannung zu ihrem Recht kommen lässt – das ist ganz großes Kino. Scorseses an seine Meisterwerke „Goodfellas“ und „Casino“ erinnernde Börsen-Satire ist ein weiteres brillant inszeniertes Highlight in einer unvergleichlichen Karriere. – Filmstarts

Master of the Universe – Ein Banken-Insider packt aus

The Wolf of Wall Street

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Zum Reichtum führen viele Wege.
Und die meisten sind schmutzig.
Cicero

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J.J. Cale – Money Talks

Bankgster-Filme

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Wozu, so fragt man sich, Reichtum, Wohlstand, Macht,
wenn alles dies die Menschen nur verflacht?
Christian Morgenstern

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love