Rudis neues Wörterbuch : Nomophobie & Fomo

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Nomophobie & Fomo

Nomophobie = NoMobile-Phone-Phobia ist die Angst, ohne Smarthone zu sein & Fomo steht für Fear of missing out = die Angst, etwas zu verpassen. Drum greift der deutsche Depp auch 88 mal am Tag zwanghaft zum Smartphone: Die Zahl des Tages : 88. Dummheit kennt halt keine Grenzen.

Zwei Dinge sind unendlich:
Das Universum und die menschliche Dummheit.
Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
Albert Einstein

Eine Studie in Großbritannien ergab, dass etwa die Hälfte aller britischen Handynutzer von Nomophobie betroffen ist (2008). 2012 sind bereits 66 Prozent der Briten von der Angst betroffen. – Wikipedia

Ist das nervige Yolo, You only live once, Schuld daran? Dieses Memento mori im Jahr 2010: Bedenke, dass du sterblich bist, und mache deshalb jeden Mist mit? Soziale Medien sind zwar Mit-Verursacher von Fomo, aber auch die Kur. Denn gar nicht zu wissen, was passiert, ist schlimmer (übrigens Momo genannt, Mystery of missing out). Deshalb: Das Geschehen zwar online beobachten, aber dann demonstrativ Jomo fröhnen, der Joy of missing out. Das bewusste Verpassen, es genießen, sich rauszuhalten. Wenn man dabei online bleibt, kann man nämlich auch wunderbar posten, wie entspannt das eigene Leben ist. – Spiegel

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Ich weine meiner Unwürdigkeit,
wenn ich mein Leben sehe in den Händen
der nichtssagenden Stunden. – Tagore
! Leben statt liken !
… Fuck the Followers …

Denn wir sind ihm verfallen, unserem kleinen Gerät. An ihm können wir uns nach wie vor nie sattsehen. Niemanden streicheln wir so oft, niemand berührt uns so sehr wie sein kleiner fester Kunststoffkörper. Am liebsten würden wir rund um die Uhr über seine glatte, hübsche, kühle Obefläche streichen. Weshalb wir es so oft wie möglich auch tun. Und das Verlangen danach, es wieder zu tun, uns schier den Kopf sprengt, wenn wir es gerade einmal nicht können. Dann tun wir es in Gedanken. Bis wir wieder beieinander sind. Weil wir nur und erst dann komplett sind.

Kein Wochenende, kein Feiertag. Die Krakenarme unserer Erreichbarkeit reichen nun überallhin. Wir werden Senden und Empfangen bis zum kognitiven Kollaps. Wir werden uns weiterdrehen, immer schneller, bis unsere Welt an lieben Grüßen kollabiert. Und selbst dann, wenn die Erschöpfung uns übermannt, werden wir wieder aufstehen. Weil ja nie irgendwer Stopp sagt. Wir wissen einfach nicht mehr, was genau von all dem, das wir tun, denn jetzt nun die wirklich wichtige und was nur die flüchtig vertelefonierte, verdaddelte, verklickte, verspielte oder versurfte Lebenszeit war. Wir können es einfach nicht mehr trennen. – ZEIT

Ich habe längst schon
! STOPP !
gesagt zu diesem digitalen Irrsinn. Und Sie?

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Lest nicht, wie die Kinder, zum Vergnügen,
noch wie die Streber, um zu lernen,
nein, lest, um zu leben!
Gustave Flaubert

! Lesen statt liken !

… Fuck the Followers …

Können wir denn gar nicht mehr allein sein? Wenn man sich umschaut, könnte man das zumindest glauben. Denn wer allein dasitzt, zückt sofort sein Smartphone – und kommuniziert. Die Anzahl der Freunde in unseren Listen vermehrt sich stetig, genauso wie die Likes auf unseren Fotos. Doch wie sieht es mit echten Freunden aus? Die taggen, liken und twittern ebenfalls – alleine vor dem Bildschirm.  Die Einen vereinsamen trotz zahlosen Kontakte im Netz, die Anderen ziehen sich ganz bewusst zurück, um endlich wieder zu sich zu kommen. – Arte

Abends konnte Alexander nicht mehr einschlafen, wenn er nicht mit einer chattete. Alexander ist seit drei Jahren Single, aber einsam fühlte er sich erst ohne Smartphone. Ohne Tinder. Ohne oberflächliches Geplänkel. Einsam und unglücklich fühlte er sich. Wenn ihm keine schrieb, schrieb er 20 Frauen an. Alle mit dem gleichen Text. „Na Süße, was treibst du gerade Schönes? Ich denke an dich. Du gehst mir nicht aus dem Kopf.“ Er streichelte sein Telefon so zärtlich, als wäre es die Wange einer Frau. – WELT

Nomophobie & Fomo

Rudis neues Wörterbuch

Und wenn Sie beim Nachdenken über Ihre Nomophobie & Ihre Fomo und beim Umbau Ihres Lebens gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.
Rudi Lehnert

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Snowy White’s Blues Agency – Change My Life

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love