Wie funktioniert das Leben?

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Wie funktioniert das Leben?

Wer würde das nicht gerne wissen, bevor er abtritt und nie wiederkehrt. Eine zweite Chance gibt es nicht, das Beste aus seinem Leben zu machen, man muß es gleich im ersten Anlauf schaffen oder man hat’s unwideruflich versaut. Kein zweiter Versuch, kein Einspruch, keine Berufung. Game Over. Rien ne va plus. Amen.

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Um an die Quelle zu kommen,
muß man gegen den Strom schwimmen.
Stansislaw Jerzy Lec

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Reinhard Mey – Gegen den Wind

Heilig sei dir der Tag.
Goethe

Wie funktioniert nun also das Leben? Gegen den Wind zu leben und gegen den Strom zu schwimmen ist schon mal ein guter Anfang. Jeden einzelnen Tag zu achten und zu ehren ist eine sehr gute Fortsetzung. Schließlich besteht das GROSSE Leben aus vielen vielen kleinen Tagen. Und Ihr Leben drittens der Liebe zu verschreiben, ist auch keine schlechte Wahl.

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Gehet nach dem Stern der Liebe, meine Kinder!
Wilhelm Raabe

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Earl King – Love Is The Way Of Life

Wie funktioniert nun also das Leben? Das bringen in Regel die Alten den Jungen bei. Man nennt das gewöhnlich Erziehung. Aber wenn die Alten schon nichts vom rechten Leben verstehen, dann mündet wohl auch das Leben der Jungen früher oder später im Desaster.

Wie funktioniert nun also das Leben? Man muß sich da nicht zwingend auf die Aussagen & Lehren der eigenen Eltern verlassen, auch andere sind auskunftsfreudig und man kann viel von ihnen lernen, so man will. DIE ZEIT hat also Erwachsene gefragt: Was hätten sie gerne schon früher gewusst – als sie jung waren? Damit die Jugend von heute hoffentlich daraus lernen kann. Hier ein paar späte Einsichten, aber besser spät als nie:

Heute glaube ich, dass es darauf ankommt, Menschen und Orte zu finden, die einem guttun.

Und Bücher, Musik, Filme, Kunst usw. usf. Ein Leben ohne Kunst & Kultur ist für mich schlicht undenkbar. Siehe Lob des Lesens.

Ich hatte keine Ahnung, wie sehr man sich im Laufe eines Lebens ändern kann. Dass man mit 30 über diese Vorstellungen lächelt, dass nichts für immer ist, sondern dass man schlechte Erlebnisse und auch störende Eigenschaften überwinden kann.

Inzwischen würde ich sagen: Man ist nicht der, als den die anderen einen sehen, aber auch nicht unbedingt der, als den man sich selbst sieht. Man ist vor allem das, was man tut.

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Nichts wird so oft unwiederbringlich versäumt
wie eine Gelegenheit, die sich täglich bietet.
Marie von Ebner-Eschenbach

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Keb‘ Mo‘ – Life Is Beautiful

Stattdessen haben einem alle eingeredet, man solle erst einmal „etwas Sicheres“ machen. Aber so entsteht nichts. So werden keine Bilder gemalt, keine Songs geschrieben, keine Abenteuer erlebt, keine Erinnerungen geschaffen. Was man immer wieder aufschiebt, macht man oft nie mehr, und nichts ist schlimmer, als mit 40 dazusitzen und sich voller Bitterkeit zu fragen: „Warum hab ich es damals nicht wenigstens versucht?“ Man ist selbst dafür verantwortlich, diese Dinge zu tun, es ist später kein Trost, wenn die anderen sie auch nicht getan haben.

Die oft gut gemeinten Ratschläge von Erwachsenen sickerten jahrelang in uns ein, sodass sich unsere Träume und Ziele nach der Schule auf einmal wahnsinnig anfühlten. Ich selbst zum Beispiel wollte nicht gleich studieren, sondern erst einmal arbeiten und in meiner Freizeit schreiben. Mir einfach eine Chance als Schriftsteller geben, sagen wir: zwei Jahre. Danach hätte ich ja immer noch zur Uni gehen können. Es ist unfassbar, wie viele Menschen mir diesen harmlosen Plan ausreden wollten. Der Druck, sich anzupassen und etwas Sicheres zu machen, war auch für meine Mitschüler spürbar. Viele fingen aus Angst an, sofort irgendwas zu studieren, brachen nach zwei, drei Jahren ab und machten dann etwas völlig anderes. Was hätten sie in der Zeit nicht alles tun können, aber es schien zu wichtig, keine Lücke im Lebenslauf zu haben. Doch Jahre später – etwa beim zehnjährigen Klassentreffen – interessierte es plötzlich keinen mehr, was man in der ersten Zeit nach der Schule getan hatte. Der Druck, den wir damals alle gespürt hatten, wirkte mit einem Mal lächerlich, es blieb nur das Bedauern über verpasste Chancen und verlorene Zeit. Auch das hätte ich gern schon mit 15 gewusst.

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Mir zittern die Sinne. Ich fühle: ich kann –
und fasse den plastischen Tag.
Rainer Maria Rilke

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Hosea Hargrove – I Love My Life

Und wenn Sie mit dem ZEIT-Artikel durch sind und noch mehr über das rechte Leben lernen wollen, dann lesen Sie bitte hier weiter: Christiane zu Salm : Dieser Mensch war ich – Nachrufe auf das eigene Leben. Hier berichten Sterbende darüber, was sie vom nahen Ende her gesehen früher hätten anders machen sollen und wie sie viel zu vieles im Leben unterlassen und versäumt haben. Eine bittere, aber lohnenswerte Lektüre. Wie gesagt: Game Over, keine zweite Chance, keine Berufung möglich. Aus & Ende. Amen.

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Wo ist bloß die Zeit hin, und was haben wir denn all die Jahre gemacht, in denen wir unsere Träume geträumt haben, statt sie zu leben? Ich könnte verzweifeln. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, habe ich das Gefühl, nur auf diese Träume zurückzublicken. Ich hätte es mehr anpacken sollen, das Leben. – Ulrike Pötzsch, 53 Jahre, Brustkrebs, verstorben im Juli 201*

Und wenn Sie beim Leben, Lieben & Lernen gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Etta James – Life, Love & The Blues

Bitte besuchen Sie : Rudis Bibliothek : Herzlich Willkommen

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love