Rudis neues Wörterbuch : Arbeit 4.0

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Arbeit 4.0 ? Wir schaffen das

Sind Sie auf Arbeit 4.0 vorbereitet? Na ja, Arbeit ist wohl nicht ganz das richtige Wort für dieses Zukunftsszenario. Arbeit 4.0 steht nämlich für eine Zukunft, in der es keine oder so gut wie keine Arbeit mehr gibt. Und glauben Sie nur nicht, Ihr Job ist davon ausgenommen. Die rasant voranschreitende Digitalisierung wird über kurz oder lang so ziemlich jeden Job vernichten. Der arbeitende Mensch wird abgeschafft. Glauben Sie nicht? Lesen Sie!

Zerstört die Digitalisierung die Jobs? In den USA macht sich Zukunftsangst breit. Roboter, künstliche Intelligenz, die Digitalisierung ganzer Wirtschaftszweige – das sind Entwicklungen, die selbst in den traditionell fortschrittsgläubigen USA für Kopfzerbrechen sorgen. – ZEIT

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Kommen Busse bald ohne Fahrer aus? Sind Roboter die besseren Chirurgen? Und werden Häuser künftig mittels 3-D-Druckern gebaut? Arbeit wird zunehmend vernetzt und digitalisiert. Und was passiert mit Europas Arbeitnehmern? – Arte

Computer, die Auto fahren, Roboter, die Kranke pflegen und selbst Schachgroßmeistern keine Chance lassen: was für viele Menschen heute (noch) undenkbar ist, wird von Wissenschaftlern seit einiger Zeit ernsthaft prognostiziert: Die sogenannte digitale Revolution setzt gewaltige Kräfte frei. Sie macht für viele Menschen das Leben angenehmer – vernichtet aber zugleich viele Arbeitsplätze, die vormals immer als sicher galten.

Die nächste industrielle Revolution, die bereits im Gange ist und unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ läuft, soll demnach mehr als sieben Millionen Arbeitsplätze überflüssig machen – und zwar weniger in den Fabriken, die bereits weitgehend automatisiert sind, sondern in Büros und Verwaltung: Gefährdet sind die Angestellten mit „weißem Kragen“, heißt es in der Untersuchung. Dem gegenüber stehen nur zwei Millionen neue Stellen, die für Spezialisten für Computer und Technik bis zum Jahr 2020 neu entstehen sollen. – FAZ

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Sie nennen sich Robo-Berater: Für die Geldanlage setzen sie Algorithmen ein. Klassische Finanzdienstleister fürchten die Konkurrenz. Robo-Berater wie Betterment, Wealthfront, Jemstep oder Personal Capital arbeiten mit rein mathematischen Modellen. Bei diesen Firmen entscheiden Maschinen über die Geldanlage. Ihre Dienste sind daher günstiger als die herkömmlicher Berater. Die Branche wächst rasant und setzt die traditionellen Anbieter unter Druck. „Robos werden ein immer heißeres Thema“, sagt Will Trout, Analyst bei der IT-Beratung Celent, „die Technologie wird alles umwälzen.“ Amerikanische Wirtschaftsmedien sprechen wortstark von einer „Invasion der Robo-Berater“, von einer Revolution. – ZEIT

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Technologie, sagte der Präsident, könne heute jeden Arbeitsplatz ersetzen, sie untergrabe die Position der Arbeitnehmer, sie könne zu stagnierenden Löhnen führen und zu noch mehr Ungleichheit. Deshalb müsse Amerika neue Wege finden, um jedem Bürger eine faire Chance auf Wohlstand und Sicherheit zu geben.

Roboter, künstliche Intelligenz, die Digitalisierung ganzer Wirtschaftszweige – das sind Entwicklungen, die selbst in den traditionell fortschrittsgläubigen USA für Kopfzerbrechen sorgen. Weltweit fürchten Experten und Regierungen, die digitale Revolution könnte massenweise Jobs vernichten. Oder sie zerstückeln. In lauter prekäre Kleinstarbeitsverhältnisse. Gerade erst erschien eine Studie des World Economic Forum, die das Verschwinden von fünf Millionen Jobs prophezeit.

Vor zwei Jahren sorgte außerdem eine Studie für Aufsehen, die prognostizierte, innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahre seien Maschinen und Algorithmen in der Lage, 47 Prozent aller Jobs in den USA zu übernehmen. In Gefahr seien nicht mehr bloß monotone Fließbandarbeitsplätze, sondern Stellen in fast allen Branchen – ob in Banken, Behörden oder Krankenhäusern. Es stehe ein neues Maschinenzeitalter bevor. – ZEIT

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Knapp die Hälfte der heute existierenden Tätigkeiten wird nach wissenschaftlichen Studien in zwanzig Jahren nicht mehr als Broterwerb taugen. Der Optimismus, dass in der gleichen Zeit neue Tätigkeiten mit hinreichend guter Bezahlung entstehen werden, ist eher Glaubenssatz als wissenschaftlich belegte Annahme – schon weil Menschen nicht programmiert werden, sondern Fähigkeiten erlernen müssen.

So zu tun, als könne man mit besserer Bildung allein den ökonomischen und sozialen Zerfall der Gesellschaften aufhalten, ist fahrlässig. Die Geschwindigkeit der Veränderung durch die technologische Entwicklung ist so hoch, dass die sozialen Sicherheitssysteme absehbar überfordert werden. Selbst wenn langfristig neue Jobs entstehen, wird es bis dahin immer wieder Perioden geben, in denen viele Hunderttausend oder Millionen Menschen für ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Talente keine Abnehmer mehr finden werden. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist ein Ausblick auf die Zukunft dieser Generation. – FAZ

So wie’s aussieht, wird uns die unaufhaltsame Digitalisierung wohl in eine Cyberpunk-Dystopie katapultieren. Ob wir dann noch sagen werden: Wir schaffen das, wenn es nichts mehr zu schaffen gibt?

Arbeit 4.0

… und danach?

Michael Bohmeyer – Pilotprojekt „Mein Grundeinkommen“

„Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann eine Grundlage sein, um ein menschenwürdiges Leben zu führen“, sagr Telekom-Chef Timotheus Höttges.

„Die Wirtschaft hat die Aufgabe, die Menschen von der Arbeit zu befreien“, sagt Götz Werner, Milliardär und Gründer der Drogeriekette dm.

Mein Grundeinkommen

Finnland will dieses bedingungslose Grundeinkommen nun einführen. 800 Euro soll jeder erwachsene Bürger jeden Monat bekommen – steuerfrei, für alle, unabhängig von ihrem eigenen Einkommen. Bei 5,4 Millionen Einwohnern wären das rund 50 Milliarden Euro pro Jahr. Dafür werden Sozialhilfe und Arbeitslosengeld abgeschafft. „Für mich bedeutet das Grundeinkommen, dass das Sozialsystem vereinfacht wird“, sagte der finnische Ministerpräsident Juha Sipilä.

Das bedingungslose Grundeinkommen – wenn es denn finanzierbar ist – könnte auch in Deutschland Millionen Menschen helfen. Auch bei uns arbeiten viele unter prekären Arbeitsbedingungen – auch Akademiker. Sie haben befristete Jobs, arbeiten unfreiwillig als Selbstständige oder Freiberufler oder bekommen nur Teilzeitjobs. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde ihnen mehr Sicherheit geben und sie vor Ausbeutung schützen. Denn wer weiß, dass von Anfang an zumindest die Miete finanziert ist, kann selbstbewusster in Verhandlungen und Bewerbungsgespräche gehen. – ze.tt

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Formale vs. reale Freiheit

Was ist mit dieser realen Freiheit gemeint? Van Parijs ist Liberaler und als solcher Anhänger der Idee individueller Freiheitsrechte. Doch die klassischen formalen Rechte genügen ihm nicht, um von echter Freiheit zu sprechen. Denn was nutzt die Meinungsfreiheit, wenn man sich keine Bildung leisten kann? Und was bringt die Reisefreiheit, wenn Menschen kein Geld haben? Zugespitzt: Wem nutzt Freiheit, wenn man verhungert?

Die Verwirklichung der Freiheitsrechte hängt also vom ökonomischen und sozialen Status ab – besonders in der kapitalistischen Welt, wo die Freiheit des Einzelnen nicht erst da endet, wo die eines anderen beginnt, sondern schon dort, wo die Kaufkraft des eigenen Geldbeutels aufhört. Das bedingungslose Grundeinkommen hingegen meint keine abstrakte, sondern eine tatsächliche, reale Freiheit. Erst durch ein garantiertes Grundeinkommen können Menschen wirklich frei entscheiden, was sie tun wollen. – ZEIT

Rudis neues Wörterbuch

Und wenn Sie beim Umbau Ihres Lebens gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Tom Rush – I Don’t Want Your Millions Mister

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love