Unterwegs nach Cold Mountain – Zum Heulen schöne Liebes-Odyssee

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Ein großer Pluspunkt von „Unterwegs nach Cold Mountain“ sind die grandiosen Schauwerte und die handwerkliche Perfektion. – Filmstarts

Der Regisseur Anthony Minghella ist tot. Aber seine Filme leben. Zumindest in mir. In Ihnen hoffentlich auch. Wenn Ihre Aufmerksamkeitsspanne allerdings nur zum Tweeten und Simsen reicht, ist dieses Filmepos nichts für Sie, denn: „Ich habe über vier Jahre lang an Cold Mountain gearbeitet. Die Zuschauer sehen den Film in zweieinhalb Stunden“, so Anthony Minghella.

In „Unterwegs nach Cold Mountain“ dreht sich alles um die tragische Liebesgeschichte zwischen Ada Monroe (Nicole Kidman) und Inman (Jude Law). Inman ist ein einfacher Arbeiter in der entlegenen Region um den namensgebenden Cold Mountain in North Carolina, Ada die äußerst gebildete und wohlerzogene Tochter des neuen Referent (Donald Sutherland). So verschieden sich Ada und Inman auch sind, so ist doch von ihrer ersten Begegnung an klar, dass beide eine tiefe Zuneigung verbindet. Doch noch bevor sich aus dieser Zuneigung mehr entwickelt, bricht der Bürgerkrieg aus und Inman wird an die Front berufen. Näher als zu einem kurzen, flüchtigen Kuss bei der Verabschiedung kommen sich Inman und Ada bis dato nicht.

Ein großer Pluspunkt von „Unterwegs nach Cold Mountain“ sind die grandiosen Schauwerte und die handwerkliche Perfektion. Das 83 Millionen Dollar dicke Budget merkt man dem Film in jeder Einstellung an. Die makellosen Kulissen, Kostüme und Spezialeffekte sowie die wunderbaren Landschafsaufnahmen – eingefangen von Kameramann John Seale – sind mehr als nur sehenswert und entschädigen für vieles… aber auch nicht alles. Die 155 Minuten von „Unterwegs nach Cold Mountain“ sind wie ein gutes Käsefondue. Zu Beginn lecker, macht Lust auf mehr, doch zum Ende hin auch viel zu zäh. Doch was soll’s? Alle, denen Minghellas bisherige Filme gefallen haben, werden auch hier glücklich und Freunde gemächlicher Dramen können durchaus einen Blick riskieren. Den Überfilm sollte allerdings keiner erwarten. – Filmstarts

So bleibt trotz aller guten Voraussetzungen nur die grandiose Kulisse eines großen Films übrig. Brillante Nebendarsteller wie Zellweger, Brendan Gleeson, Ray Winstone oder White-Stripes-Musiker Jack White sorgen für bewegende Kinomomente. John Seales Kameraarbeit ist beeindruckend und weist der rumänischen Südstaatenlandschaft eine weitere Hauptrolle zu. Die Musik von T-Bone Burnett („O Brother, Where Art Thou?“) verdichtet alles zu einem Breitwandepos in guter alter Hollywood-Manier, einem Film eigentlich, der allemal das Zeug hätte, zukünftig als Klassiker zu gelten. Wenn ihm nicht die Seele fehlte. – Spiegel

Das Urteil über diesen Film, der bei der Berlinale sehr gemischte Reaktionen fand, sollte indessen nicht zu schnell gefällt werden. Denn „Unterwegs nach Cold Mountain“ gehört zu jenen Werken, die in einigen Jahren noch mehr Anerkennung gewinnen könnten als derzeit. Das betrifft aber nicht die Liebesgeschichte: Die aus „Vom Winde verweht“ wird auch dann immer noch das Maß aller Dinge sein. Es gibt eben auch im Kino Ereignisse, die sich einfach nicht mehr übertreffen lassen. – Stern

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Ich träume von einem Tag, an dem mir nicht morgens ein Terminplan unter der Zimmertür durchgeschoben wird. Es sind dabei vor allem zwei Dinge, nach denen ich mich sehne: nach dem Glück eines unstrukturierten Tages. Und danach, Zeit zu haben für andere Arten des Träumens – das Leben des Geistes, das Schreiben. – Anthony Minghella

Unterwegs nach Cold Mountain

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love