Fressen statt essen

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Gutes Essen tötet mehr Menschen als der Hunger.
Andrzej Majewski

Haben die Menschen das stilvolle Essen verlernt? Es scheint so, wenn man sich die neuesten Statistiken ansieht. Hirnlose Smombies starren bewegungslos auf ihre Smartphones, mästen sich mit fettem Fraß to Go und feiern obszöne All-You-Can-Eat-Freßorgien. Hier die harten Fakten und die traurigen Folgen:

Computer, Fernsehen, Fast Food: Es gibt viele Gründe dafür, dass 41 Millionen Kinder unter fünf Jahren Übergewicht haben oder fettleibig sind. Den Kampf dagegen müssen Eltern und Politik antreten. Weltweit leiden einer Studie zufolge rund 41 Millionen Kinder unter fünf Jahren unter Übergewicht oder Fettleibigkeit. Eine von der Weltgesundheitsorganisation beauftragte unabhängige Expertenkommission ruft jetzt Regierungen, Erzieher, die Agrarindustrie und Lebensmittelhändler auf, sich stärker im Kampf gegen Fettleibigkeit zu engagieren. Sie warnt vor einem weiteren Anstieg der Zahl.

Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern hätten negative psychische und gesundheitliche Auswirkungen. Die Betroffenen könnten in eine soziale Isolation geraten und seien spätestens als Erwachsene von Krankheiten wie Arthrose, Diabetes und Herzprobleme bedroht. Im Erwachsenenalter könnten Übergewichtige aufgrund der medizinischen Risiken schneller in wirtschaftliche Schwierigkeiten abrutschen als gesunde Menschen. – WELT

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zum weltweiten Kampf gegen Fettleibigkeit von Kindern aufgerufen. Weltweit seien 41 Millionen Jungen und Mädchen unter fünf Jahren zu dick, zehn Millionen mehr als 1990, erklärte die zuständige Kommission in Genf. Besonders in den Entwicklungs- und Schwellenländern seien die rasant ansteigenden Zahlen ein „explodierender Albtraum“. Werde nichts getan, drohe die „Epidemie“ die vielen Fortschritte bei der Gesundheit der Menschen und ihrer Lebenserwartung wieder zunichte zu machen.

Auch in Deutschland sind auffällig viele Heranwachsende zu dick. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut berichteten, sind derzeit rund 15 Prozent aller drei- bis 17-Jährigen übergewichtig, jeder zweite bis dritte davon stark. Das sind mehr als eine Million Kinder. Übergewicht hat schwere gesundheitliche Folgen. Bereits in der Kindheit wirkt sich Übergewicht auf die Gesundheit aus: Orthopädische Schäden, Magen-Darm-Erkrankungen oder ein erhöhtes Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken sind nur einige Beispiele. – ZEIT

Soweit die harten Fakten. Und die bösen Folgen erzählt uns das 170-Kilo-Schwergewicht Bertram Eisenhauer in dem FAZ-Artikel Das Leben als Dicker – Mein Bauch, mein Leben und ich.

Bertram Eisenhauer über sein Buch „Weil ich ein Dicker bin“

Essen ist immer da, Essen kann Trost sein und Belohnung. Dem Superdicken ersetzt es fast alles. Es gibt da diesen gefährlichen Mechanismus: Das Dicksein fördert das Unglücklichsein, welches das Essen anheizt, welches wiederum das Dicksein befeuert, welches dann das Unglücklichsein. . . – Sie verstehen, was ich meine.

Im Falle von uns richtig, richtig Dicken ergibt die Vermessung der Welt: Du gehörst hier nicht her. Übernachte ich zum Beispiel in Hotels, stelle ich mir immer die besorgte Frage: Wie sehr muss ich mich mühen, um in die Duschkabine zu kommen? Bevor ich mich in ein fremdes Bett lege, muss ich die Matratze anheben und abschätzen, ob der Lattenrost mich wird tragen können. Betrete ich Fahrstühle, so konsultiere ich automatisch die Plakette mit der Angabe des zulässigen Gesamtgewichts – schließlich will ich nicht dafür verantwortlich sein, wenn die anderen Fahrgäste in ihren Tod stürzen. – FAZ

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Die Fetten leben kürzer. Aber sie essen länger.
Stanislaw Jerzy Lec

Deutschlands Bevölkerung nimmt immer weiter zu – doch nicht in der Anzahl, sondern im Gewicht. Mehr als jeder zweite Deutsche ist nach einer neuen Studie übergewichtig. Vor allem die Männer bringen deutlich zu viel auf die Waage. – Focus

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Wenn ein Mann erst mal verheiratet ist, dann ist er absolut verschlampt. Dann gibt’s nichts mehr für ihn. Nichts. Auch nicht das geringste. Du hast ja die Kerls gesehen, die sich verheiratet haben. Man sieht’s ihnen sofort an. Sie kriegen so ’n satten, verheirateten Ausdruck. Die sind erledigt. – Ernest Hemingway

Fressen statt essen

Passen Sie also gut auf sich auf, damit Sie sich nicht überfressen und dann vorzeitig den Tod vor dem Tod sterben. Hüten Sie sich vor der verachtenswerten Leere der bürgerlichen Existenz, die sich garantiert nicht mit einem vollen Bauch füllen läßt. Und wenn Sie beim Fressen oder Fasten gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Snowy White’s Blues Agency – Change My Life

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love