LebensMITTEL sind kein LebensZWECK

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Gutes Essen tötet mehr Menschen als der Hunger.
Andrzej Majewski

Weihnachten steht vor der Tür und damit einhergehend so manche Fressorgie. Kürzlich bloggte ich hier über Food Porn: „Es ist einfach nur noch obszön, ständig mitansehen zu müssen, wie viele Menschen das LebensMITTEL zum LebensZWECK machen und ihren Kopf offenbar nur noch dazu gebrauchen, reichlich Futter ins Maul zu schaufeln und genüßlich zu zermalmen.“ 

Das gibt natürlich keiner gerne zu und so klaffen denn auch Realität und Wahrnehmung gehörig auseinander: wie immer sieht man problematisches Verhalten und tödliche Gewohnheiten gerne durch die rosarote Brille. Fette sehen sich dann gerne als „vollschlank“ usw. usf., man kennt diese Euphemismen zur Genüge.

Von 100 Menschen, die in Deutschland leben und 20 Jahre oder älter sind: Wie viele davon haben Übergewicht oder sind fettleibig? Vermutlich mehr, als Sie denken. In 29 der 33 untersuchten Länder unterschätzen Menschen die tatsächliche Anzahl von Fettleibigen oder Übergewichtigen in der eigenen Bevölkerung. – ZEIT

Durch die rosa Brille: 40 von 100 sind übergewichtig. In Wirklichkeit: sind 57 von 100 Deutschen fettleibig. Auch die Engländer lieben rosa Brillen:

The common perception among British people is that 44% of the adult population are overweight. However, the Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) at the University of Washington puts the actual proportion at 62%. – Guardian

Weltweit waren 2014 gut 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig, davon 600 Millionen krankhaft fettleibig (adipös). Diese „globale Epidemie” – so die WHO – breitete sich rasant aus, zunehmend auch in armen Ländern. Zu energiereiche Ernährung bei mangelnder Bewegung ist die Ursache. Der weltweite Anteil der fettleibigen Erwachsenen hat sich zwischen 1980 und 2014 verdoppelt. Übergewicht gilt mittlerweile als wichtigste Ursache für Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfälle und bestimmte Krebsarten. – Weltagrarbericht

Laut aktueller „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ sind heute 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen übergewichtig. Während dieser Anteil seit Jahren auf diesem hohen Niveau konstant bleibt, steigt die Zahl der schwer Übergewichtigen weiter an. Mittlerweile sind 24 Prozent der Deutschen adipös und zwei Prozent extrem fettsüchtig. Somit leiden bereits 1,6 Millionen Deutsche unter Superfettsucht! Fettleibigkeit stellt für die Gesellschaft das am schnellsten wachsende Gesundheitsproblem dar: WHO und OECD sprechen bereits von einer „globalen Adipositasepidemie“Die Behandlung von Adipositas ist kostspielig, langwierig und schwierig: Die gesundheitsökonomische Belastung, die allein in Deutschland durch Adipositas und ihre Folgeleiden entsteht, wird auf ca. 17 Milliarden Euro im Jahr geschätzt. – WELT

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Die Fetten leben kürzer. Aber sie essen länger.
Stanislaw Jerzy Lec

Deutschlands Bevölkerung nimmt immer weiter zu – doch nicht in der Anzahl, sondern im Gewicht. Mehr als jeder zweite Deutsche ist nach einer neuen Studie übergewichtig. Vor allem die Männer bringen deutlich zu viel auf die Waage. – Focus

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Wenn ein Mann erst mal verheiratet ist, dann ist er absolut verschlampt. Dann gibt’s nichts mehr für ihn. Nichts. Auch nicht das geringste. Du hast ja die Kerls gesehen, die sich verheiratet haben. Man sieht’s ihnen sofort an. Sie kriegen so ’n satten, verheirateten Ausdruck. Die sind erledigt. – Ernest Hemingway

Also passen Sie (nicht nur an Weihnachten) gut auf sich auf, damit Sie sich nicht überfressen und dann vorzeitig den Tod vor dem Tod sterben. Hüten Sie sich vor der verachtenswerten Leere der bürgerlichen Existenz, die sich garantiert nicht mit einem vollen Bauch füllen läßt. Und wenn Sie beim Fressen oder Fasten gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

http://bluesdiary.com/wp/audio/Broken_Radio_-_Trouble.mp3

Broken Radio – Trouble

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love

Ein Gedanke zu „LebensMITTEL sind kein LebensZWECK“

  1. Wow, das sind ja erschreckende Fakten… sehr eindrucksvolle Sammlung! Ein wichtiger Grund neben dem zuviel essen ist vor allem der zunehmende Bewegungsmangel, die Menschen sitzen nur noch. Das gabs noch nie in der Menschheitsgeschichte und bringt noch zahlreiche weitere Nachteile mit sich als „nur“ das Übergewicht…

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