Deutsche Bank : Gauner & Gier

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Das Hauptquartier der Deutschen Bank in Frankfurt © Ralph Orlowski/Reuters

Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten.
Wahre Profis gründen eine Bank.
Bertolt Brecht

Vor zwei Monaten bloggte ich hier: UBS-Bankgster plündern Puerto Rico. Was Schweizer Bankgster können, können deutsche Bankgster natürlich auch: lügen & betrügen. 2,5 Milliarden Dollar mußte die Deutsche Bank erst küzlich wegen Zinsmanipulationen berappen, 235 Millionen Euro muß die Deutsche Bank schon wieder löhnen wegen Mißachtung der Sanktionen gegen Länder wie Syrien und Iran. Aber auch Volkswagen, Heckler & Koch, der ADAC, Uli Hoeneß, die FIFA, der DFB, die IAFF und unzählige andere können beim Thema Gauner & Gier lautstark mitreden. Ein Skandal, wie diese Verbrecher mit ihren dubiosen Geschäften tagein tagaus das Ansehen Deutschlands in der Welt schädigen, nur um sich die eigenen Taschen zu füllen.

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Des Teufels Netzwerk in der Welt
hat nur den einen Namen – „Geld“.
Hugo von Hofmannsthal

In der Industrie wird gemogelt wie in der Finanzbranche. Der VW-Skandal zeigt, dass sie Kontrollen braucht – wie die Banken. Vor dem Beben haben die großen Investoren die Aktien deutscher Industrieunternehmen gern gekauft, weil die Konzerne für Erfolg standen, für ehrliche Qualitätsarbeit, für Präzision, für Gewissenhaftigkeit. Ganz anders als der Dienstleistungssektor mit seiner maroden Finanzbranche, all dem Lug und Betrug und der Skrupellosigkeit der gewissenlosen Banker, die eine weltweite Finanzkrise vom Zaun gebrochen hatten. Das ehrliche Modell deutscher Wertarbeit wurde gepriesen, vor allem in Deutschland. Nach dem Beben ist nun klar: In der Industrie wird genauso gepfuscht wie im Finanzsektor, und Deutschland hat die Moral keinesfalls gepachtet. Statt „Made in Germany“ macht nun der Slogan „Faked in Germany“ die Runde. Es zeigt sich, dass vieles, was bei den Banken schiefgelaufen ist, in der Industrie genauso schieflaufen kann. – ZEIT

Sie nennen es Sterbehaus – In einem unscheinbaren Gebäude im Frankfurter Westend verbringen die alten, aber nicht unbedingt ehrwürdigen Ex-Vorstände der Deutschen Bank ihre Tage. In der Stille ihrer Büros findet sich die Erklärung für das große Betrügen, mit dem die Bank nun aufräumen will. Er hat für die Bank sein Leben gegeben. Er hat für sie gekämpft und gelitten, aber nun kennt ihn nicht einmal mehr die Dame am Empfang. „Breuer?“, fragt sie und blättert durch ihr Namensverzeichnis. „Wer soll das noch mal sein?“ Die Alten hören meist nichts vom Spott, der sie begleitet: dass sie jetzt in der „Grabkammer“ wohnen, wie es in einem großen deutschen Konzern heißt, oder auf dem „Elefantenfriedhof“, wie man in manchen Firmen sagt. Bei der Deutschen Bank nennen sie es: das Sterbehaus. Hier, in dieser Stille, wird man eine Erklärung finden für den beispiellosen Abstieg der Deutschen Bank.

Sie war einmal eines der angesehensten Unternehmen des Landes, vielleicht sogar der Welt. „Vertrauen ist der Anfang von allem“: Das war der Slogan, mit dem die Deutsche Bank für sich warb. Heute ist sie ein Unternehmen, gegen das weltweit 6000 Prozesse geführt werden. Einige Urteile sind schon gesprochen, einige Vergleiche geschlossen, in weiteren Fällen wird noch ermittelt. Es geht um Geldwäsche, Steuerkriminalität, Zinsmanipulation. Es geht um missbrauchtes Vertrauen. Früher war die Deutsche Bank ein Symbol für Seriosität und Verlässlichkeit. Heute ist sie auch ein Symbol für Betrug und Tricksereien.

Man muss für Männer, die ein Berufsleben lang um Macht und Status ringen und aus Altersgründen am Ende alles verlieren, kein Mitgefühl empfinden. Man könnte ihre Kämpfe, ihr Taktieren mehr oder weniger interessiert aus der Ferne betrachten, als etwas, das einen nichts angeht – wäre nicht praktisch jeder Deutsche unentrinnbar mit der Deutschen Bank verbunden, auch wenn er kein Konto bei ihr hat und keine ihrer Aktien besitzt.

Es war nicht zuletzt die Deutsche Bank, die durch immer riskantere Zockergeschäfte im Jahr 2007 die weltweite Finanzkrise auslöste, auf die im Jahr 2009 die schwerste Rezession seit dem Börsencrash von 1929 folgte. Rund um den Globus verloren Millionen von Menschen ihre Arbeitsplätze. Allein die deutschen Steuerzahler mussten die Rettungsaktionen der Regierung mit mehreren Milliarden Euro finanzieren. Die Deutsche Bank aber verdiente noch Geld damit, dass sie selbst auf den Zusammenbruch der Weltwirtschaft wettete. – ZEIT

Das größte deutsche Geldhaus soll zwischen 2003 und 2006 verbotene Geschäfte für Klienten aus Ländern wie Syrien, Iran, Libyen, Sudan und Burma abgewickelt haben, die auf der amerikanische Sanktionsliste stehen. 200 Millionen Dollar zahlt sie an die DFS und 58 Millionen an die amerikanische Notenbank Federal Reserve. Insgesamt gehe es um ein Transaktionsvolumen von 10,9 Milliarden Dollar, so die New Yorker Finanzaufsicht. Die Vereinigten Staaten haben schon zahlreiche andere Großbanken wegen solcher Vergehen zu teuren Vergleichen gedrängt oder mit hohen Bußgeldern belegt. Erst vor zwei Wochen zahlte die französische Großbank Crédit Agricole 787 Millionen Dollar wegen Sanktionsverstößen. 2014 hatte das amerikanische Justizministerium BNP Paribas eine Strafe von fast neun Milliarden Dollar deshalb aufgebrummt. Die Commerzbank zahlte wegen ähnlicher Vorwürfe im März ein Milliarden-Bußgeld. – FAZ

Verraten und verkauft: Der frühere Leichtathletik-Präsident Lamine Diack erpresst Doper. Dies stellte sogar das Treiben der Clique um Joseph Blatter in den Schatten: Der ehrenwerte Repräsentant der Welt der Leichtathletik, des Kerns der Olympischen Spiele, entpuppt sich als Kopf einer mafiösen Bande. Hunderttausende, womöglich mehr als eine Million Dollar soll Lamine Diack, sechzehn Jahre lang Präsident des Weltverbandes IAAF und Ehrenmitglied des Internationalen Olympischen Komitees, Athleten abgepresst haben. – FAZ

Gauner & Gier

Raffgier_400x350.jpgMit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an,
das Leben aber bleibt dabei arm.
Epikur

Bankgster : Raubtiere unter uns

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Wozu, so fragt man sich, Reichtum, Wohlstand, Macht,
wenn alles dies die Menschen nur verflacht?
Christian Morgenstern

Und wenn Sie beim Bewachen Ihres Geldes gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Junior Wells – Why Are People Like That?

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love