Die Bestien von Belfast – Thriller von Sam Millar

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Ein ganz starker Kriminalroman für Fans der härteren Gangart. – Krimi-Couch

Carol O’Connell haben Sie durch? Dann machen Sie doch mit Sam Millars „Die Bestien von Belfast“ weiter. Dieser blutrünstige Thriller beginnt paukenschlagartig mit einer bestialischen Gruppenvergewaltigung, die 20 Jahre später ebenso bestialisch gerächt wird. Jedem der vier Vergewaltiger wird im wahrsten Sinne die Haut abgezogen… Von wem wird hier natürlich nicht verraten. Nichts für zarte Herzen und schwache Nerven!

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Der Autor

Sam Millar wurde 1955 in Belfast als Sohn irischer Eltern geboren. Als er acht Jahre alt war, verschwand seine psychisch kranke Mutter spurlos. In den 70er Jahren verbrachte er acht Jahre hinter Gittern, nachdem er auf dem Höhepunkt der Unruhen in Nordirland ohne Gerichtsbeschluss inhaftiert worden war. Wieder auf freiem Fuß, ging er in die USA, wo er 1993 einen der schwersten Raubüberfälle in der US-amerikanischen Geschichte initiierte und über sieben Millionen Dollar erbeutete. Millar wurde gefasst, später begnadigt und kehrte nach Belfast zurück, wo er seitdem Kriminalromane schreibt. Er stand auf der Shortlist zum Grand prix de littérature policière, wurde mit dem Brian Moore Award und dem Aisling Award for Art and Culture ausgezeichnet.

Das Buch

»Sie öffnete die Augen. Was sie sah, erfüllte sie mit Entsetzen. Ein Stück Knochen ragte wie ein bleiches Teleskop aus ihrem linken Bein. Stimmen schossen ihr wie Querschläger durch den Kopf.
Sieh nach, ob sie tot ist.
Machst du Witze? Klar ist die tot.
Manisches Gelächter. Bestien.
Schneid ihr die Kehle durch. Sicher ist sicher.
Sie begann zu beten: Macht schnell.«

Zwanzig Jahre danach: Karl Kane ist Privatermittler in Belfast. Als eine männliche Leiche im Stadtpark gefunden wird, erhält er den Auftrag, herauszufinden, warum der Mann sterben musste. Die Motive seines Auftraggebers sind undurchsichtig. Doch Kane braucht das Geld. Als noch mehr Menschen auf verstörende Weise ermordet werden, merkt er, dass er niemandem mehr trauen kann. Dann holt ihn die eigene Vergangenheit ein, und es wird kalt in Belfast – sehr kalt.  – Klappentext

Die Presse

„Die Bestien von Belfast“, im Original 2008 unter dem Titel „Bloodstorm“ erschienen, kann sich durchaus mit den Höhepunkten der aktuellen nordirischen Krimi-Produktion messen. Millar mag nicht so ein wagemutiger Erzähler sein wie Adrian McKinty, und der Wortwitz eines Colin Bateman geht ihm definitiv ab, aber diese Schwächen kompensiert Millar durch die tiefe Ernsthaftigkeit, mit der er seine düstere Rachegeschichte erzählt. In „Die Bestien von Belfast“ geht es nicht nur um einen Mord und seine Aufklärung, es wird auch eindrücklich gezeigt, welche Verwüstungen Verbrechen in der Seele von Menschen anrichten, wie Gewalt immer neue Gewalt erzeugt. Aber Millar schreibt nicht mit erhobenem Zeige-, sondern mit ausgestrecktem Mittelfinger.

Schon der Auftakt, eine Gruppenvergewaltigung, ist ein Schlag in die Magengrube, so drastisch und abstoßend detailreich, dass manch ein Leser versucht sein mag, das Buch sofort wieder beiseitezulegen. Doch diese Intensität braucht es, um den anschließenden Rachefeldzug zu verstehen (manche würden wohl sagen: zu legitimieren). Einen Rachefeldzug, in den der abgerissene Privatdetektiv Karl Kane hineingezogen wird, tiefer und tiefer. Bis er sich entscheiden muss, auf welcher Seite des Gesetzes er eigentlich steht. Und er zu verstehen beginnt, dass Recht nicht zwangsläufig etwas mit Gerechtigkeit zu tun haben muss. – Spiegel

Starker Tobak, den uns ein Autor mit selbst höchst interessanter Biographie hier vorsetzt: Den Einstieg macht ein Kapitel, in dem eine junge Frau von mehreren Männern vergewaltigt und danach von wilden Hunden zerfleischt wird. Für ganz feine Nerven, finden Sie nicht auch? Kommt noch besser. Nicht umsonst lautet der Originaltitel Bloodstorm. „Die Bestien von Belfast“ ist ein Hardboiler in Reinkultur, knapp erzählt in fünfunddreißig Kapiteln auf 280 Seiten. Unterm Strich: ein ganz starker Kriminalroman für Fans der härteren Gangart, der sich konsequent an Genre-Normen hält und immer wieder zu schocken wie zu überraschen weiß. – Krimi-Couch

Sam Millar

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love