Unaufhaltsame Verblödung? NEIN danke!

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Computer sind zunächst mal dem Lernen hinderlich, weil sie uns geistige Arbeit abnehmen und geistige Arbeit ist die Voraussetzung für den Lernprozess. – Manfred Spitzer

Unaufhaltsame Verblödung? NEIN danke!

Da gerade von Dummheit die Rede war – Rudis neues Wörterbuch : BookTuber/in -, hier noch ein paar wertvolle Tipps, wie Sie der um sich greifenden Verblödung mittels Internet & Smartphone wenigstens für sich Einhalt gebieten können. Ob das aber zu machen ist mit all den Facebook-ZombiesSmartphone-Junkies & Phono-sapiens-Marionetten, die wohl noch nie mehr als zehn Zeilen am Stück gelesen oder geschrieben haben, von den 140-Zeichen-Tweets & 160-Zeichen-SMS ganz zu schweigen? Wie auch immer, ich wünsche wenigsten Ihnen gutes Gelingen!

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Der oberste Grundsatz einer nutzerorientierten Plattform im Silicon Valley ist, dem Nutzer zu schmeicheln, so viel es irgend geht. Schmeichelei ist ein uraltes Spiel. Und wir im Silicon Valley haben es darin zur Meisterschaft gebracht. Wir verschaffen dem Nutzer die Illusion, dass er viel beliebter ist, als er in Wirklichkeit dasteht. Wenn du dich selbst kennenlernen willst, solltest du Facebook verlassen, für eine ausreichende Zeit. Nicht aus dem Glauben heraus, dass es falsch oder böse ist. Sondern einfach als ein Experiment. Um herauszufinden, was Facebook wirklich ist. Und wer du wirklich bist. Niemand kann etwas über sich herausfinden, ohne Risiken einzugehen. Und das wollen die wenigsten. – Jaron Lanier

 IntelInside-IdiotOutside_340x300.jpgManfred Spitzer: Die immer wieder laut werdende Behauptung, da würde eine unheimliche Kompetenz mit neuen Medien entstehen, die stimmt einfach nicht! Im Gegenteil, es gibt Studien, die eindeutig zeigen, dass die sogenannten „Digital Natives“ nicht nur über eine geringere Frustrationstoleranz verfügen, sondern auch über eine geringere Aufmerksamkeitsspanne. Das mit der Medienkompetenz klingt natürlich gut, ist aber nichts als ein Hype.

T-Online: Dabei gibt es zahlreiche Eltern, die sehr stolz darauf sind, dass bereits ihre Dreijährigen in der Lage sind, mit iPad und Co umzugehen.

Manfred Spitzer: Was lernt das Kind dabei? Auf Schaltflächen drücken. Dabei ist unser Gehirn darauf ausgerichtet, dass wir uns die „wirkliche“ Realität aneignen. Diese Kinder tun mir sehr leid. Sie werden später einmal große Defizite aufweisen. Und die Eltern sehen tatenlos dabei zu, sind stolz und erkennen beziehungsweise glauben auch gar nicht, welche negativen Konsequenzen dieses Handeln für ihr Kind haben wird. Dabei gibt es zahlreiche Studien, die das belegen. Wir tun unseren Kindern nichts Gutes, wenn wir ihnen schon im Kindergarten einen PC hinstellen. Nehmen Sie doch einmal das Beispiel Alkohol. Wir Erwachsenen können in der Regel damit umgehen, Kinder und Jugendliche nicht. Aber deswegen gehen wir doch auch nicht hin und machen im Kindergarten ein Alkoholtraining.

T-Online: Wenn man davon ausgeht, dass soziale Kontakte gut sind für das Gehirn des Menschen, warum sind soziale Netzwerke wie Facebook oder SchülerVZ dann schlecht?

Manfred Spitzer: Facebook mit all seinem Lug und Trug ist nur ein schwacher Abklatsch des wirklichen Lebens. Da lernt man gar nichts. Ich sage immer, Facebook nutzt man am besten, wenn man es nicht vor 20 nutzt. Natürlich gibt es auch in der realen Welt Gemeinheiten, Lästereien oder Gewalt in verschiedener Form, aber die digitalen Medien verstärken jede Art von Blödsinn nur noch.

Unaufhaltsame Verblödung? Muß nicht sein!

Für mich gibt es heute nichts Anziehenderes
als eine Frau, die liest.
Jonathan Franzen

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Was der Sport für den Körper, ist das Lesen für den Geist.
Joseph Addison

Und wenn Sie beim Schmökern gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Cat Power – I’ve Been Loving You Too Long

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love