Rudis neues Wörterbuch : Phono sapiens

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Entringe dich dem Fieber der Zeit! – Friedrich Lienhard

Phono sapiens : Das Smartphone und sein Mensch

Der Mensch und sein Smartphone? Nicht doch. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Das Smartphone und sein Mensch. Längst haben die meisten Menschen die Kontrolle über das Smartphone verloren und checken alle paar Minuten fremdbestimmt wie Marionetten, ob sie noch geliked werden oder schon vergessen wurden. Bei Jonathan Franzen liest sich das so:

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Für mich gibt es heute nichts Anziehenderes
als eine Frau, die liest.
Jonathan Franzen

Um mich herum beugen sich attraktive junge Menschen mit geschäftiger Miene über ihre StarTacs und Nokias, als befühlten sie einen schmerzenden Zahn oder rückten ein Hörgerät zurecht oder betasteten einen gezerrten Muskel; direkt am Körper getragene Technologie sieht neuerdings wie eine Körperbehinderung aus. Gehsteige sind für mich eigentlich nur der Ort des Sehens und Gesehenwerdens, doch selbst diese bescheidene Vorstellung wird von Handy-Benutzern mit ihrer unwillkommenen Privatsphäre durchkreuzt. Sie sagen Sachen wie: „Sollen wir dazu Couscous essen?“, und: „Ich bin grad auf dem Weg zu ’nem Videoladen.“ Sie brechen kein Gesetz, indem sie diese Frühstückstischgespräche in den Äther schicken. Es gibt kein PublicityGuard, dessen Mitglied ich zum Schutz vor dem Überhandnehmen des Privaten werden könnte, kein teures Öffentliches-Leben-Reservat, in dem ich Zuflucht fände. – Jonathan Franzen

Und in der ZEIT liest sich das so: Evolution – Phono sapiens Smartphone – Zurück in die Gegenwart. Eine Bestandsaufnahme des modernen Menschen und seines digitalen Lifestyles, die mir Angst macht. Und Ihnen?

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Heute wissen wir, dass der Phono sapiens auch einige Makel hat. Er wirkt oft abwesend und oberflächlich. Er stolpert, weil er fortwährend auf einen Bildschirm guckt. Er hört schlecht, weil er Musik im Ohr hat. Im schlimmsten Fall fährt er mit dem Auto gegen einen Baum, weil er gerade zu sehr Phono und zu wenig sapiens ist. Dann ist er tot. Es ist also nicht sicher, ob diese Spezies evolutionsgeschichtlich ein Erfolgsmodell ist. – ZEIT

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Wir kommen vom bläulichen Schein des kleinen Bildschirms einfach nicht los – nicht einmal dann, wenn seine Betrachtung verboten oder lebensgefährlich ist, etwa am Steuer eines Autos. Oder wenn die persönliche Zukunft auf dem Spiel steht. „Das Abschalten fällt der Generation Smartphone, die jetzt auch an den Hochschulen angekommen ist, schwerer“, erläutert TK-Chef Jens Baas die Ergebnisse. Eine Forsa-Umfrage unter 1000 Studierenden belegt das. Jeder zweite lässt sich durch digitale Medien vom Lernen ablenken, drei Viertel attestierten dem Internet „Suchtpotenzial“. – ZEIT

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Mensch sein ist nicht leicht.
Kajsa Ingemarsson

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Stefan Gwildis – Wie ein richtiger Mensch

Mensch sein ist nicht leicht, aber es ist möglich.
Tag für Tag aufs Neue. Probieren Sie’s!

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Jeder Tag ist ein Baustein
für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.
Rudi Lehnert

Rudis neues Wörterbuch

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Die höchste Aufgabe – die Formung des eigenen Lebens,
aus hartem Gestein – ein Kunstwerk meißeln.
Zenta Maurina

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Hosea Hargrove – I Love My Life

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble, the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love