Lady Vengeance – Extrem harter Rache-Thriller

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Rache ist süß? Nicht für mich, ich kenne dieses Gefühl nicht, ich lasse mich nie von desktruktiven Gefühlen leiten, sie bringen nichts als Krankheit, Tod und Zerstörung. Der Abbau ist nicht mein Metier, als Humanist & Psychologe kümmere ich mich viel lieber um den Aufbau des Menschen, da habe ich Tag und Nacht zu tun und keine Zeit für Haß, Rachegelüste und ähnlichen Schwachsinn.

Der Aufbau des Menschen ist mein Ziel. Dafür kann ich nichts entbehren, was außer mir und in mir ist, wenn es in mein Blick- und Tatfeld dringt und mir in seiner Einzigkeit und Ewigkeit sich anbietet. – Rudolf Pannwitz

Rache ist süß? Wohl nur für den, der sie ausübt. Rache ist bitter. Ganz sicher für den, der sie erleiden muß. Das führt Ihnen Lady Vengeance drastisch vor Augen. Exzellent gemachtes Rache-Kino. Nichts für zarte Gemüter. Lady Vengeance gehört zum Schönsten und Schmerzhaftesten, was Sie Ihren Augen und Ohren antun können. Aber gutes Kino ist nun mal kein leicht verdauliches Fastfood. Also nehmen Sie sich etwas Zeit zum Verdauen. Guten Appetit & Gute Verdauung!

13 lange Jahre hat Geum-ja Lee (Young-ae Lee) im Gefängnis gesessen, nachdem sie gestanden hatte, einen kleinen Jungen entführt und ermordet zu haben. Was niemand ahnte: Geum-ja ist unschuldig. Die damals 19-jährige hatte die Tat nur auf sich genommen, weil der wahre Mörder drohte, andernfalls ihre kleine Tochter zu töten. Nun wird Geum-ja aufgrund ihrer guten Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Obwohl sie sich ihrer Umwelt als geläuterter Engel präsentiert, kennt sie in Wahrheit nur ein Ziel: sich an dem wahren Mörder zu rächen…

Schon das Intro alleine strotzt nur so vor visueller und musikalischer Genialität, die uns Lust auf mehr macht. Hier liegt auch gleich die größte Stärke des Films. Park beweist wieder einmal, dass er was die Bilder betrifft ein begnadeter Komponist ist. Er wird von Film zu Film immer besser. „Sympathy for Lady Vengeance“ als ein künstlerisches Meisterwerk zu beschreiben ist keine Übertreibung. Außerdem ist da noch die Musik. Selten hat man eine schönere und passendere Musikuntermalung gehört. Durchwegs klassische Stücke, die meisten von ihnen sind stark von Vivaldi beeinflusst, einige von ihm haben direkt den Weg in den Film gefunden, verwöhnen mit barocken Instrumenten wie dem Cembalo das Ohr. Park Chan-wook hat es wieder einmal geschafft einen aufwühlenden Film zu schaffen, der einen noch Stunden nach dem Abspann beschäftigen wird. Hut ab vor Park Chan-wook! – AsianMovieWeb

Obwohl die Geschichte in sich nichts Neues birgt, vermag es Chan-wook Park ein vielleicht schon überstrapaziertes Thema erneut anmutig schön und fesselnd in Szene zu setzen. Gern lässt man sich noch einmal darauf ein, lässt sich da das Ganze abermals erzählen. Zumal es wunderschön eingebettet ist in handwerklich perfekte und stilistisch schlichte, aber wirkungsvolle Bildern, abgerundet durch einen stimmigen Soundtrack. So schafft es „Lady Vengeance“ mit einer fast unheimlichen Ruhe und einer sich allmählich steigernden Intensität den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in seinen Bann zu ziehen. – MannBeisstFilm

Dieser Film hat den langen Atem einer Symphonie, holt aus und lässt sich Zeit, um die ausge­brei­teten Bestand­teile dann im letzten Drittel zu einer Klimax zu verdichten. Immer wieder erzeugt Park filmische Augen­blicke von atem­be­rau­bender Schönheit, etwa, wenn wir die Haupt­figur, umrahmt von zwei bren­nenden roten Kerzen in einem knallrot gestri­chenen Raum vor einem Schmink­spiegel sitzen sehen, dessen aufge­klappte Seiten ihr Gesicht verdrei­fa­chen – wie vor einem Altar. Lady Vengeance ist ein hoch­äs­t­he­ti­sierter, hoch­äs­t­he­ti­scher Film. Lady Vengeance ist, wie seine beiden Vorgän­ger­filme, eine mora­li­sche Fabel. Voller Zärt­lich­keit für die Haupt­figur, voller Sinn für filmische Poesie und Schönheit ist dem Regisseur ein Meis­ter­werk gelungen. – artechock

Lady Vengeance

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love