Die Tage der Toten sind keineswegs gezählt

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Vor einem Jahr schwärmte ich hier: “Ich habe wieder einen mega-starken Krimi-Autor für mich entdeckt: Don Winslow.” Inzwischen habe ich von ihm noch Kings of Cool und jetzt Tage der Toten gelesen. “Ein Pitbull von einem Buch. Einmal entfesselt, zerschreddert er alles, was sich ihm in den Weg stellt” meint The Washington Post. Wohl wahr. Letzte Woche nun wurde der Killer-Pitbull Edgar Valdez Villarreal gefaßt, einer der brutalsten und gewissenlosesten Drogenhändler Mexikos. Die USA hatte ein Kopfgeld von zwei Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt, was ihm wohl zum Verhängnis wurde.

Was Edgar Valdez Villarreal mit Don Winslow zu tun hat? Ganz einfach. Don Winslow beschreibt in Tage der Toten auf sehr eindrucksvolle Weise die mörderische Brutalität des Drogenkrieges in Mexiko und seine internationalen Verflechtungen bis in die höchsten Ebenen der Politik. Wenn Sie also mal hinter die Kulissen der Drogen-, Geldwäsche- & Waffengeschäfte in Mexiko blicken wollen, dann lesen Sie Tage der Toten. Eine alptraumhafte Lektüre, die Sie so schnell nicht vergessen werden. Und mit der Festnahme von Edgar Valdez Villarreal sind die Tage der Toten keineswegs gezählt, die Pitbull-Verwandtschaft scharrt schon mit den Hufen…

Für seinen Thriller Tage der Toten (The Power of the Dog) recherchierte und schrieb Don Winslow sechs Jahre, fuhr nach Mexiko und führte Interviews mit Opfern und Tätern des Drogenkriegs. Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren. – Suhrkamp

Krimis sind Radiergummis fürs Gehirn, sagte Gottfried Benn. Dieses Buch ist das Gegenteil davon: Don Winslows „Tage der Toten“ will keine Entspannungslektüre sein, mit der man sich abends den Alltag aus dem Kopf pustet, sondern ein Epos. 689 Seiten dick. Eine Handlung, die sich von Mitte der Siebziger bis zur Gegenwart erstreckt. Don Winslow hat Gerichtsakten gelesen, Berichte der CIA, der US-Drogenbehörde, des Kongress‘ ausgewertet. Vordergründig erzählt er die Geschichte des mexikanischen Drogenkriegs – eigentlich aber handelt „Tage der Toten“ von viel mehr: Die größte und mächtigste Verbrecherorganisation in diesem Roman ist der Staat. – Spiegel

Siebenhundert Seiten extreme Gewalt und extreme politische Widerwärtigkeit – aus diesen nicht unproblematischen Komponenten hat der amerikanische Romancier Don Winslow große Literatur gemacht. Aber Winslow schreibt kein Sachbuch, sondern einen komplexen Thriller, der nicht von Genre-Gesetzen lebt, sondern sich seine wichtigsten Komponenten aus der Realität und der conditio humana holt. Gewalt, Besessenheit, Gier, Skrupellosigkeit, Hingabe, Liebe, Loyalität und Verrat. Ein literarisches Großereignis. – arte.tv

Winslow hat mit Tage der Toten Dantes Höllenkreise aus dem Jenseits in das Diesseits befördert und bietet seinen Lesern einen Panoramablick auf die Hölle auf Erden. Brutal. Knallhart. Mörderisch. – Glanz & Elend

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Bonnie Prince Billy – Death To Everyone

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Das Beste vom Tage: nach dem Auskleiden, im Schlafrock,
bei brennender Ofen-Lampe: gute Lektüre.
Thomas Mann

Leben lernen @ Eisbrecher-Bibliothek

Don Winslow

Rudi liest & hört

Lesen & Hören mit Software & Webware

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Harry Manx – Death Have Mercy

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble,
the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love