Dobermann – Blutrünstige Thriller-Komödie

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Eine Thriller-Komödie? Gibt es das? Gibt es! Wer die Filme von Quentin Tarantino kennt – etwa Kill Bill oder Reservoir Dogs – weiß, daß es so etwas durchaus gibt: bluttriefende Bilder, über die man herzlich lachen kann. Wenn Sie also auf solch blutrünstige Thriller-Komödien stehen, dann lassen Sie sich von Dobermann unbedingt zerfleischen! Von Filmstarts gibt’s satte 4,5 von 5 Sternen:

Nach zwölf Jahren im Zwinger des Indexes für jugendgefährdende Medien haben sich 2011 endlich die Kerkertüren geöffnet, um eine der wildesten Bestien des europäischen Gegenwartskinos in die frei Wildbahn zu entlassen: Jan Kounens „Dobermann“ – ein cineastischer Wuchtbrocken sondersgleichen. Auch oberhalb der Ladentheke und ohne den Reiz des Verbotenen ist Kounens hundsgemeiner Thriller eine urgewaltige Erfahrung; auch über ein Jahrzehnt später kann des Menschen bester Freund, Vincent Cassel, immer noch so kraftvoll zubeißen wie am ersten Spieltag. Zahlreiche Genre-Filmer, darunter etwa Mark Neveldine und Brian Taylor („Crank“), haben seitdem versucht, sich an der aggressiven Power Kounens zu messen. Am Ende mussten sie jedoch alle die weiße Fahne hissen. Zu kalkuliert und letztlich harmlos gerieten ihre Versuche, Kounens höchst asozialen, visuell, sexuell und moralisch derangierten Film auszustechen. „Dobermann“ ist ihnen einfach immer eine Schnauzenlänge voraus.

Wenn sich die Parteien schließlich zu einem völlig kirren Finale in einem Techno-Club zusammenfinden, wird der entschiedene Schritt ins Reich der reinen Psychose vollzogen. Im Verlauf von 103 Minuten Irrsinn werden sich Schöngeister und Freunde des zuschauerfreundlichen Actionkinos mit seinen klaren Gut/Böse-Schemata gleichermaßen die Haare raufen. Nach der Veröffentlichung 1997 wurde „Dobermann“ von allen Seiten als voyeuristische Gewaltorgie und Beleidigung für den guten Geschmack gescholten. Dieser Einschätzung kann man bis heute kaum widersprechen, trifft sie doch den Nagel auf den Kopf. Ebenso aber passen Attribute wie „moderner Klassiker“ und „Meisterwerk des konfrontativen Hochglanz-Trash“. „Dobermann“ tut weh, strengt an und ist schlichtweg ein unvergleichlich intensives Erlebnis. Ein Film wie er im Buche steht – nämlich im Strafgesetzbuch!

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love