Cormac McCarthy – Die Abendröte im Westen – Roman

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Seasick Steve – Dark

Von Cormac McCarthy will alles lesen, obwohl oder vielleicht gerade weil das eine verdammt harte und herausfordernde Lektüre ist, die dem Leser alles zumutet und alles abverlangt. Cormac McCarthy treibt einen mit seinen rasiermesserscharfen Sätzen vor sich her bis man mit dem Rücken zur Wand steht und sich verzweifelt fragt, was man seiner dunklen und düsteren Welt(sicht) denn nun entgegensetzen kann. Cormac McCarthy gehört für mich zu den düstersten, sensibelsten und intelligentesten Autoren der Gegenwart.

“Die Abendröte im Westen” ist ein extrem verstörendes Buch, eine gnadenlose Abrechnung mit der blutrünstigen Bestie Mensch. Man muß schon alles aufbieten, um sich nicht dafür zu schämen, der Killer-Gattung Mensch anzugehören. Der Roman spielt im Mexiko des 19. Jahrhunderts, okay, aber Assads Killer-Clan, der Massenmörder Kony, der Amokläufer James Holmes und unzählige andere Zeitgenossen zeigen uns jeden Tag aufs Neue, daß der Metzger Mensch das Schlachten nicht verlernt hat und es wohl auch nicht verlernen will. “Die Abendröte im Westen” ist ein Buch voll sensibler Beobachtungen über das Leben und das Töten, das Leiden und den Tod. Literatur von feinster Qualität und auf höchstem Niveau – absolut lesenswert!

Um für seinen Roman „Blood Meridian“ zu recherchieren, zog McCarthy vor rund 20 Jahren nach El Paso, an die mexikanische Grenze. Hier, im erst seit knapp hundert Jahren „zivilisierten“ Südwesten der Vereinigten Staaten, in dessen Rissen bereits die alte, neue Wildnis wuchert, hat McCarthy die ideale Landschaft gefunden für seine Beschreibungen der blinden und heroischen, der gewissensschweren und der reflexionslosen Bestie Mensch.

Er schildert die Geschichte eines Jungen ohne Herkunft, der sich dem grotesken Beutezug verwahrloster Killer und Skalpjäger in den Ausrottungskriegen gegen die Indianer in der Mitte des vorigen Jahrhunderts anschließt. Ein Buch wie die grausamsten Radierungen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Eine delirierte Gespensterlandschaft mit Bäumen voll von toten Kindern, Leichenfeldern, bleichenden Skeletten. Es ist ein allegorischer Maskenzug, der da den Tod bringt und dem Tod entgegenreitet.

Die „Abendröte des Westens“ hat er seinen Roman „Blood Meridian“ im Untertitel genannt, ein Buch, das wie die Schreckensgemälde von Hieronymus Bosch Metaphern bereitstellt für den Untergang der Menschlichkeit und damit der Menschheit. – Spiegel

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Leonard Cohen – Darkness

Große Literatur hat sich stets auch der großen Grausamkeiten dieser Welt angenommen, der Gewalt und des Elends. Doch immer, fast immer hat sie ihren Lesern zugleich Trost gespendet. Die Romane Cormac McCarthys sind absolut ohne jeden Trost. Was der im texanischen El Paso lebende Amerikaner seinen Lesern an Tristesse und Bitternis zumutet, ist kaum zu überbieten. – Spiegel

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Debbie Henning – Blues All My Life

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Wenn es das Leben ist, das du zu versäumen glaubst, dann kann ich dir sagen, wo du es findest. In den Gerichten, im Handel, in der Regierung. Auf den Straßen läuft nichts. Nichts als eine Pantomime, aufgeführt von den Hilflosen und Ohnmächtigen. – Cormac McCarthy, Verlorene

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Antony and the Johnsons – River Of Sorrow

Dieses Buch ist eine Zumutung. Es handelt überwiegend von Massakern, die aus Habgier oder aus purer Lust am Töten veranstaltet werden. Es beschreibt, wie Menschen erschossen, erstochen, erhängt, erschlagen und auf fast jede denkbare Art zu Tode gebracht werden. Aber damit nicht genug. Die Opfer werden verstümmelt und geschändet, sie werden skalpiert, geköpft, gepfählt und verbrannt. Männer, Frauen, Greise, Säuglinge. Nicht ein einziges Mal fällt das Wort Schmerz.

Cormac McCarthys Roman „Die Abendröte im Westen“ ist ein problematisches und heikles Buch, ebenso abstoßend wie beeindruckend. Der Roman ist großartig in seiner Sprachkraft und seinem Bilderreichtum, er ist grandios in seinen Landschaftsbeschreibungen, verstörend in seiner Darstellung nackter Gewalt und ärgerlich, wenn er in den Gestus eines mittelalterlichen Bußpredigers verfällt, der vor dem Teufel warnen will und doch nur unablässig von dessen Taten und ihrer Größe kündet. – FAZ

Cormac McCarthy

Das wahre Entsetzen gehört den bedingungslosen Schriftstellern, Autoren wie Joseph Conrad, Samuel Beckett oder Cormac McCarthy. Gegen ihren Horror sind die Gespenstergeschichten eines H.P. Lovecraft oder Stephen King bloßes Killekille. – Welt

Rudi liest & hört

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Alvin Lee – The Bluest Blues

Best Blues @ Bluesdiary

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love