Cormac McCarthy – Verlorene – Roman

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Leonard Cohen – Darkness

Von Cormac McCarthy werde ich wohl nach und nach alles lesen, obwohl oder vielleicht gerade weil das eine verdammt harte und herausfordernde Lektüre ist, die dem Leser alles zumutet und alles abverlangt. Cormac McCarthy treibt einen mit seinen rasiermesserscharfen Sätzen vor sich her bis man mit dem Rücken zur Wand steht und sich verzweifelt fragt, was man seiner dunklen und düsteren Welt(sicht) denn nun entgegensetzen kann. Cormac McCarthy gehört für mich zu den düstersten, sensibelsten und intelligentesten Autoren der Gegenwart.

Worum also geht es in Cormac McCarthys Roman? Um Verlorene. Um endgültig Verlorene. Um unwiderruflich Verlorene. Das Leben als Todesurteil ohne Berufung. Weise, fein gedrechselte und geschliffene Sätze voll sensibler Beobachtungen über das Leben, das Leiden und den Tod. Literatur von feinster Qualität und auf höchstem Niveau – absolut lesenswert!

Verlorene – Ein Buch wie ein Monolith in der amerikanischen Literaturlandschaft, schwarz, mächtig, geheimnisvoll. Cornelius Suttree, der College-Abgänger, der auf einem Hausboot in Tennessee lebt, der sich vom Fluß ernährt, der stinkenden Kloake, in der Fische und Abfälle und Kinderleichen treiben, ist ein mythischer Held mit modernem Bewußtsein, geschichtsschwer, listig, unabhängig, ein Stephen Dedalus in der Phantasmagorie des Westens.

20 Jahre lang schreibt McCarthy an „Suttree“, seinem Opus magnum: ein barockes Nachtwerk über das Leben und seine trotzigen Wucherungen, über Blinde und Krüppel und falsche Prediger, die ihre Taufen im Rinnstein abhalten, über das hartschalige Gekrabbel in einer zerstörten, zweiten Müll-Natur im Hinterland der Stadt, und mitten unter ihnen Suttree, ein Trunkenbold und gleichzeitig die zarteste Seele unter der Sonne.

Der Roman, von Hans Wolf kongenial übersetzt, beginnt mit einer intimen Anrede, und es ist eine Stimme, die vom Totenreich herüberdringt: „Lieber Freund, jetzt in den staubigen, zeitlosen Stunden der Stadt, wo die Straßen schwarz daliegen und im Kielwasser der Sprengwagen dampfen . . . wird keine Seele gehen außer dir.“ Und es folgt ein 650 Seiten starker, trunkener, funkelnder Gesang auf die Zerstörung und das Leben und ein Abgesang auf die Wildnis des Wilden Westens. – Spiegel

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Lucinda Williams – Are You Down?

Große Literatur hat sich stets auch der großen Grausamkeiten dieser Welt angenommen, der Gewalt und des Elends. Doch immer, fast immer hat sie ihren Lesern zugleich Trost gespendet. Die Romane Cormac McCarthys sind absolut ohne jeden Trost. Was der im texanischen El Paso lebende Amerikaner seinen Lesern an Tristesse und Bitternis zumutet, ist kaum zu überbieten. – Spiegel

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Debbie Henning – Blues All My Life

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Wenn es das Leben ist, das du zu versäumen glaubst, dann kann ich dir sagen, wo du es findest. In den Gerichten, im Handel, in der Regierung. Auf den Straßen läuft nichts. Nichts als eine Pantomime, aufgeführt von den Hilflosen und Ohnmächtigen. – Cormac McCarthy, Verlorene

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Antony and the Johnsons – River Of Sorrow

Cormac McCarthy

Das wahre Entsetzen gehört den bedingungslosen Schriftstellern, Autoren wie Joseph Conrad, Samuel Beckett oder Cormac McCarthy. Gegen ihren Horror sind die Gespenstergeschichten eines H.P. Lovecraft oder Stephen King bloßes Killekille. – Welt

Rudi liest & hört

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Alvin Lee – The Bluest Blues

Best Blues @ Bluesdiary

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love