Das Wort & Lied zum Weg der Einfachheit: Gott, Kinder & TV

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Der Weg der Einfachheit: Gott, Kinder & TV

Es gibt immer den Weg der Einfachheit, obschon es mir widerstrebt, ihn zu wählen. Ich habe keine Kinder, ich sehe nicht fern und ich glaube nicht an Gott, alles Pfade, die die Menschen einschlagen, damit das Leben einfacher für sie sei.

Die Kinder helfen, die schmerzhafte Aufgabe hinauszuschieben, sich selbst gegenüberzutreten, und später besorgen das die Enkel. Das Fernsehen lenkt von der anstrengenden Aufgabe ab, Pläne auf dem Nichts unserer gehaltlosen Existenz zu begründen; indem es die Augen bezirzt, enthebt es den Geist der Notwendigkeit, das große Werk des Sinns in Angriff zu nehmen. Gott schließlich mildert die Ängste von uns Säugetieren und die unerträgliche Aussicht, daß unsere Vergnügen eines Tages ein Ende haben werden. Doch ich – ohne Zukunft und ohne Nachkommenschaft, ohne Pixel, um das kosmische Bewußtsein der Absurdität abzustumpfen, des Endes gewiß und die Leere vorwegnehmend -, ich glaube sagen zu können, daß ich nicht den Weg der Einfachheit gewählt habe.

Aus: Muriel Barbery – Die Eleganz des Igels

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Keb‘ Mo‘ – Stand Up (And Be Strong)

: Zur Vertiefung :

Das Wort & Lied zur Lebensveränderung

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love