Welttag zur Beseitigung Armut am 17.Oktober

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Alle die Verrückten, die Verfluchten,
die Verbrecher sind Kinder gewesen, haben gespielt wie du,
haben geglaubt, daß etwas Schönes sie erwarte.
Cesare Pavese

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Spencer Bohren – Have Mercy

Am 10. Oktober, also vor exakt einer Woche, habe ich Sie hier an den Welttag der Seelischen Gesundheit erinnert. Hier und heute nun will ich Ihre Aufmerksamkeit auf den Welttag zur Beseitigung der Armut lenken. Von Joseph Wresinski, dem Gründer der Menschenrechtsbewegung initiiert, erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1992 den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut.

Die UN machen damit auf das Schicksal jener Menschen aufmerksam, die in extremer Armut leben, das heißt von weniger als einem US-Dollar pro Tag: derzeit sind das 1,2 Milliarden Menschen. Und 2,8 Milliarden Menschen, also fast jeder zweite Mensch auf der Welt, muß mit zwei US-Dollar pro Tag auskommen. Schätzungsweise 840 Millionen Menschen leiden an nagendem Hunger und 24.000 Menschen, viele davon Kinder, sterben täglich daran. Hunger beeinträchtigt die Lernfähigkeit von Kindern, und Menschen, die Hunger leiden, sind extrem anfällig für Krankheiten und ihre Arbeitsfähigkeit ist stark eingeschränkt.

Armut hat viele Dimensionen

Armut hat nicht nur mit Einkommen zu tun. Sie ist ein komplexes Phänomen mit vielen Dimensionen: Arm ist, wer keine Chancen hat, seine elementaren Menschenrechte auf Nahrung, Bildung und Gesundheit wahrzunehmen. Arm zu sein bedeutet, ohne Sicherheit zu leben, Krankheiten, Naturkatastrophen und Gewalt schutzlos ausgeliefert zu sein. Armut drängt die Betroffenen an den Rand der Gesellschaft und nimmt ihnen jede Chance auf ein selbstbestimmtes oder gar glückliches Leben. Menschliche Sicherheit und menschliche Entwicklung gehen Hand in Hand.

Das Elend ist nicht unabänderlich; es wird von Menschen verursacht, und die Menschen können es auch überwinden. — Joseph Wresinski

Seelische Armut

Für mich als Humanist und Psychologe ist natürlich vor allem die Beseitigung der seelischen Armut des Menschen oberstes Ziel. Zu mir kommen keine Hungernden, sondern Satte. Übersatte. Dürre Seelen in fülligen Körpern. Immer und überall, im first und second life, im analogen und digitalen Leben, werde ich nicht müde darauf hinzuweisen, daß seelischer Reichtum nicht gleichbedeutend ist mit materiellem Reichtum.

Mit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an, das Leben aber bleibt dabei arm. — Epikur

Und wo immer ich kann helfe ich den Menschen dabei, den schleichenden Tod vor dem Tod zu besiegen und ihr oft tristes und armseliges Leben Schritt um Schritt in ein lebenswertes Leben zu verwandeln. Das ist mein Beitrag zur Beseitigung der (seelischen) Armut.

Der Aufbau des Menschen ist mein Ziel. Dafür kann ich nichts entbehren, was außer mir und in mir ist, wenn es in mein Blick- und Tatfeld dringt und mir in seiner Einzigkeit und Ewigkeit sich anbietet. — Rudolf Pannwitz

Dabei stehen mir starke Helfer zur Seite: die Psychologie, die Philosophie, die Literatur, die Musik, der Film, die Kunst, kurz: das gesamte kulturelle Erbe der Menschheit – sofern ich es zu pflegen und zu nutzen weiß.

Ich würde so arm, so kalt, so kurzsichtig sein, wenn ich nicht gelernt hätte, fremde Schätze bescheiden zu borgen, an fremdem Feuer mich zu wärmen, und durch die Gläser der Kunst mein Auge zu stärken. — Lessing

Ich schöpfe aus vielen Quellen, um der Erschöpfung zu entgehen und genug Kraft zu haben, um auch anderen etwas davon abzugeben.

Was kann uns glücklicher machen als das Glück, das wir andern schenken? Können wir auf dieser engen, armen, mannigfaltig gefesselten Welt seliger sein, als wenn wir durch Fähigkeiten, die wir besitzen, andere selig machen? Was stimmt uns zufriedener, als unsere Mitmenschen zufriedenzustellen? — Robert Walser

Darum vergeht auch kein Tag, an dem ich nicht dem einen oder anderen bei irgendeinem Problem helfe, oder jemandem auch nur schlicht und einfach eine kleine oder größere Freude bereite.

Das beste Mittel, den Tag zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könnte. — Friedrich Nietzsche

Denn:

Was erringen wir eigentlich Größeres und Schöneres, als uns zu veredeln und andre um uns her? Was ist aller Menschen Zweck? Alle dienen der einzigen Göttin, der Erhöhung des Menschengeschlechts, dem Wachstum menschlicher Kraft und menschlichen Genießens. — Wilhelm Humboldt

Das also ist wie gesagt mein Beitrag zur Beseitigung der (seelischen) Armut. Und Ihrer?

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Doug Ashdown – Throw A Little Sun At The Rain

Zur Vertiefung

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love