200 Links im WebKompass: Projekt Gutenberg
Mai 21st, 2007 by Rudi
Projekt Gutenberg @ WebKompass
Ich feiere wieder ein Jubiläum - feiern Sie mit! Soeben habe ich nämlich den 200. Link im WebKompass veröffentlicht: das Projekt Gutenberg. Zum Ruhm und zur Ehre der Literatur, die ganz wesentlich zur Entwicklung meiner Persönlichkeit beigetragen hat und ohne die ich heute nicht der wäre, der ich bin.
Je mehr ich las, um so enger wurden meine Beziehungen zur Welt, um so leuchtender und bedeutsamer wurde für mich das Leben. Jedes Buch war wie eine kleine Sprosse, über die ich vom Tier zum Menschen aufstieg.
Maxim Gorki
Das Projekt Gutenberg ist eine Online-Bibliothek mit digitalisierten Texten von Autoren, die 70 Jahre tot sind. Das Copyright auf ihre Werke ist somit erloschen, womit die Texte Public Domain sind und der Gesellschaft gehören. Kein oder wenig Geld zu haben ist also keine Entschuldigung dafür, nicht zu lesen. Hier ein paar Lesehäppchen als Appetitanreger:
Buch des Lebens
Haß, als Minus und vergebens,
Wird vom Leben abgeschrieben.
Positiv im Buch des Lebens
Steht verzeichnet nur das Lieben.
Ob ein Minus oder Plus
Uns verblieben, zeigt der Schluß.Wilhelm Busch
Über die Weiber
Mit den Mädchen hat es die Natur auf das, was man im dramaturgischen Sinne einen Knalleffekt nennt, abgesehen, indem sie dieselben, auf wenige Jahre, mit überreichlicher Schönheit, Reiz und Fülle ausstattet, auf Kosten ihrer ganzen übrigen Lebenszeit, damit sie nämlich, während jener Jahre, der Phantasie eines Mannes sich in dem Maße bemächtigen könnten, daß er hingerissen wird, die Sorge für sie auf Zeit Lebens, in irgend einer Form, ehrlich zu übernehmen - weiter -
Arthur Schopenhauer
Ich wandle unter Menschen
als unter Bruchstücken der Zukunft: jener Zukunft, die ich schaue. Aber zum Menschen treibt er mich stets von Neuem, mein inbrünstiger Schaffenswille; so treibt’s den Hammer hin zum Steine. Ach, ihr Menschen, im Steine schläft mir ein Bild, das Bild der Bilder! Ach, dass es im härtesten, hässlichsten Steine schlafen muss!
Friedrich Nietzsche
Herbsttag
Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.Befiehl den letzten Früchten, voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin, und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.Rainer Maria Rilke
Sphere: Related ContentLiteratur satt @ Eisbrecher-Bibliothek
Viewed 230 times by 97 viewers







