Herbert ist jetzt auch tot

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Ins Leben schleicht das Leiden
Sich heimlich wie ein Dieb,
Wir alle müssen scheiden
Von allem, was uns lieb.

Joseph von Eichendorff

Vor vier Wochen starb nun auch noch Herbert, der Vater meiner Schwägerin. Am Tag zuvor hatte der Arzt zu Herbert gesagt, er könne nichts mehr für ihn tun, er müsse sterben. Exakt 24 Stunden später war Herbert tot, nach dieser „Sterbehilfe“ hat er sich einfach aufgegeben und sich resigniert in die tiefe Schlucht des Todes gestürzt. Ärzte sind seelenlose Schlächter, ohne jedes psychologische Feingefühl.

Wieder war ich vier Wochen sprachlos und gelähmt vor lauter Trauer, Angst und Entsetzen. Ich frage mich Tag und Nacht, welche Zeitbombe wohl in meinem Körper tickt, wann meine Lebensuhr abläuft, wie mein Tod aussehen wird … Die Liste meiner Verluste wird länger und länger, der Tod zieht seine Kreise enger und enger … Wann bin ich dran?

! Memento !

Florentine Pawlitza 25.6.1930 – 23.7.2005
Rudolf Lehnert 17.8.1920 – 6.11.2005
Julie Lehnert 25.4.1923 – 28.4.2006
Reinhardt Hartmann 17.12.1948 – 5.5.2006
Willi Lehnert 4.8.1949 – 5.10.2006
Herbert Volkmer 26.11.1935 – 10.3.2007

! Ich werde euch nie vergessen !

Ich trauere um meinen Vater, meine Mutter, meine Tante, um Reiner, meinen Freund und Rechtsanwalt, um meinen Vetter Willi, und nun auch noch um Herbert. In nur eineinhalb Jahren habe ich gleich sechs mir sehr liebe Menschen verloren, alle 90 Tage schlägt der Killer Tod erbarmungslos eine Schneise der Verwüstung in mein Leben.

Schwermut

Der Himmel, schwer wie eines Deckels Last,
Sinkt auf die Seele voll verhaltenem Weinen,
Bleiern und dumpf hält er das All umfasst,
Trüber als Nacht will uns der Tag erscheinen.

Es wandelt sich die Welt zum finstern Haus,
Zum feuchten Kerker voller Angst und Schauer,
Und flatternd, scheu wie eine Fledermaus
Rennt Hoffnung sinnlos gegen Wand und Mauer.

Der müde Regen, der die Welt umfängt,
Spannt um das Haus die engen Gitterstäbe,
Verwünschtes Ungeziefer kommt und hängt
In unser Hirn die grauen Spinngewebe.

Und plötzlich heulen Glocken dumpf empor,
Zum Himmel heben sie ihr furchtbar Tönen,
Wie irrer, heimatloser Geister Chor,
Ein eigensinnig, unaufhörlich Stöhnen.

Und lautlos zieht ein langer Leichenzug
Durch meine Seele seine schwarzen Bahnen,
Die Hoffnung weint. Das Grauen, das sie schlug,
Das Grauen pflanzt in meinem Hirn die Fahnen.

Charles Baudelaire

Cowboy Junkies – Now I Know

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… what it means to be broken

Now I know, now I know what it means to be broken
Now I know, now I know what it means to be bared
You in the chair perceptibly sinking
I’m on my knees once again made aware
of the world out there
Grief is a word to describe the absence of feeling
Now I know, now I know what it means to be broken

Now I know, now I know,
now I know what it means to be broken
Now I know, now I know,
now I know what it means to be bared
You in the chair systematically sinking
I’m on my knees once again made aware
of the world out there
Grief is a word to describe the absence of feeling
Now I know, now I know,
Now I know what it means to be broken

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love