Große Worte – K(l)eine Taten

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Lebensplanung

Auf dem Sofa sitz ich hier,
trinke eine Flasche Bier,
denke an den Lebenslauf,
stelle eine Planung auf,
mache dann das Fernsehn an
und vergesse meinen Plan.

Hermann Wischnat

Große Worte – K(l)eine Taten

Jahreswechsel. Zeit der guten Vorsätze, der großen Pläne, der großen Worte – denen dann meist k(l)eine Taten folgen, und spätestens Mitte Januar dümpelt das ach so schön geplante „neue Leben“ dann wieder im alten, brackigen Fahrwasser dahin, und man hängt wieder wie in alten Tagen an der Zigarette, der Flasche, dem Kühlschrank oder welchem Schnuller auch immer. Das Erwachsenwerden ist eben nicht ganz so einfach, wie man es gerne hätte.

Ein neues Jahr – ein neues Leben? Schön wär’s ja. Aber so einfach ist das nicht. Ich glaube nicht an Wunder, an Vorsehung und Schicksal, nicht an Päpste und Pfaffen, an Spritzen und Pillen, an Hypnose und Akupunktur, an Kartenlegen, Pendeln, Tischrücken und was es an dergleichen Unsinn noch so gibt, im menschlichen Schädel hat eben vieles Platz, leider auch jede Menge Dummheit und Idiotie.

Auch Frau Meyer könnte ein wertvolleres Leben führen – könnte nicht nur, sie hat es sogar durchaus nötig: so nötig, daß sie darüber krank ist seit Jahren. Weil die Seele krank ist, erzeugt sie fortwährend körperliche Krankheiten, die kein Arzt heilen kann. Keiner von diesen Ärzten, die Frau Meyers Milz untersuchen, aber nicht ihr Leben.

Ludwig Hohl

Ich glaube allerdings an den Tad, die Arbeit und die Geduld. Geben Sie mir die nächsten 24 Stunden und sehen Sie zu, was ich daraus mache. Und dann die nächsten 24 Stunden, und wieder 24 Stunden, und wieder … und wieder … und wieder … Was glauben Sie wohl, wie am Ende von 365 x 24 Stunden mein Leben aussieht? Eben.

Jeder Tag ist ein Baustein für die Ruine oder Kathedrale meines Lebens.

Rudi Lehnert

Ein neues Leben fällt einem nicht vom Himmel in den Schoß. Es wird einem auch nicht geschenkt. Man muß es sich schlicht und einfach erarbeiten. Und Geduld haben. Denn nicht alles läßt sich in 24 Stunden erreichen. Das ist wie mit dem Bauer auf dem Feld. Die Saat ist im Boden, er hat heute das seine getan. Aber man sieht nichts. Noch nicht. Der Boden und die Geduld werden das ihre tun.

Immer wieder erklingt die Frage: wie muß man leben?
Und immer wieder lautet die Antwort: Arbeiten und Geduld haben.

Zenta Maurina

Wenn Sie mit einer Krankheit oder einem Wehwehchen zum Arzt pilgern, drückt der Ihnen meist irgendwelche Pillen n die Hand und meint: „Dreimal täglich nach den Mahlzeiten einnehmen!“ Als Psychologe halte ich es eher mit Philosophie statt Pillen und mit Geist statt Chemie. Hier also meine Verordnungen für Sie, damit auch 2007 Ihre PsychoPower wächst und Ihr Leben blüht und gedeiht:

Lust auf mehr PsychoPower?

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Autor: Rudi

Ich heisse Rudi Lehnert, bin von Beruf(ung) LifeWorker (Psychologe) und mit Leidenschaft WebWorker und das ist mein Credo : love2live – live2love