Weltlehrertag – 5. Oktober

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„Teachers won’t be replaced by technology. Teachers who don’t use technology will be replaced by teachers who do.“

David Thornburg

Am 5. Oktober wird der Weltlehrertag begangen. Anlaß für mich, an den immensen Wert des Lehrens und Lernens für die menschliche Bildung und Entwicklung zu erinnern.

Lehrer & Schüler

Die Freude des Lehrers ist der Freude des Gärtners vergleichbar: er beobachtet das geheimnisvolle Wachstum, das Keimen der gesäten Saat; er stützt den jungen, fruchttragenden Baum, ohne sich darüber Gedanken zu machen, in wessen Hände die Ernte fallen wird. Schüler um sich zu versammeln, bedeutet, sich der Freude des Schenkens und Ausschenkens, des Verteilens hinzugeben. Marc Aurel, das Vorbild aller Männertugenden, der sein Leben zum Denkmal seiner selbst machte, nannte seinen Lehrer jeden, der ihn auf ein gutes Buch aufmerksam gemacht oder auch ihm verholfen hatte, ein solches zu erlangen. Bis an sein Lebensende empfand er Dankbarkeit seinen Wegweisern gegenüber.

Nur dort verwirklicht sich wahre Kultur, wo es neben den Heroen verehrende, verstehende Geister gibt. Erst durch die Wechselwirkung wird das Größte geschaffen. Das wußte Goethe am besten. Kurz vor seinem Tode sagte er zu Eckermann: „Ich verdanke meine Werke keineswegs meiner eigenen Weisheit allein, sondern Tausenden von Dingen und Personen außer mir, die mir dazu das Material boten. Ich hatte weiter nichts zu tun, als zuzugreifen und das zu ernten, was andere für mich gesät hatten.“

Zenta Maurina

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